Alle Helfer und viele Bürger freuen sich: Bundeskanzler Friedrich Merz kommt nach Gey, um sich bei den Helfern des Großbrandes zu bedanken. Aber andere ziehen leider ihre untersten Schubladen gegen den Kanzler und gegen die Freude der Helfer und Bürger.
Bundeskanzler Friedrich Merz in Gey. Er besucht unser kleines Dorf Gey im Hürtgenwald, denn in Gey hat der größte Waldbrand in der Geschichte von Nordrhein-Westfalen gewütet. Gey musste evakuiert werden, es bestand akute Gefahr. In der Pfarrkirche von Gey konnten Feuerwehr und Helfer sich zur Ruhe auf die Kirchenbänke legen, später wurden Feldbetten für die Helfer in der Kirche aufgestellt.


Das Pfarrheim wurde geöffnet, denn dort gibt es Toiletten. Viele Menschen haben geholfen, um ein Ausbreiten der Katastrophe zu verhindern. Aber nicht nur Gey war in Gefahr, sondern auch Großhau stand kurz vor der Evakuierung, Da das Feuer die B399 zwischen Gey und Großhau übersprungen hatte, waren auch Schafberg und Straß betroffen. Aber dieser Teil des Feuers konnte glücklicherweise schnell gelöscht werden.
Wärend des Brandes war u.a. bereits der NRW-Ministerpräsident Wüst vor Ort. Am 22.08.2026, seit 2 Tagen ist der Brand gelöscht, ist auch der Bundeskanzler Friedrich Merz in Gey, um sich ein Bild von der Zerstörung zu machen und sich bei den Helfern zu bedanken.
Nicht allen passt das. Den Linken wurde eine Demo genehmigt und viele Störenfriede wollen den Helfern und Bürgern die Freude über den Kanzlerbesuch nehmen.

Ich möchte eigentlich nur ein paar Fotos machen und über den Besuch positiv berichten. Auch viele Bürger haben sich versammelt, um den Kanzler einmal live zu erleben.

Natürlich dürfen auch die Journalisten nicht fehlen. Eine Kamera und ein Mikrofon steuern auf mich zu. Ich schaue weg, weil ich keinen Bock auf ein Interview habe. Die Fernsehfritzen schwenken zu meinem Nebenmann, der nach einem Interview lechzt, mit folgender Suggestiv-Frage: „Was sagen Sie dazu, dass der Kanzler erst jetzt kommt?“. Offensichtlich wollen sie eine möglichst negative Antwort, um negativ über den Kanzlerbesuch berichten zu können. Mein Nebenmann wiederholt daraufhin wegen verschiedener Kamera-Neuaufnahmen bzw. Umformulierungen der Eingangsfrage gebetsmühlenartig: „Ich heiße… und bin der Erste Vorsitzende der Initiative ‚Rettet den Hürtgenwald‘“. Damit bekommt auch der Letzte mit, was für ein wichtiger Mann unter uns ist. Mich erinnert das irgendwie an den Loriot-Sketch „Ich heiße Erwin Lindemann und habe 500.000 DM im Lotto gewonnen“… Bitte nicht missverstehen: Ich habe nichts gegen die Initiative und möchte auch keine Windräder vor der Türe haben. Aber ich kann dieser Satire-Einlage einfach nicht widerstehen… Allerdings macht der Vorsitzende etwas sehr Sympathisches: Er geht nicht auf die Suggestivfrage der Journalisten ein, die daraufhin mehrfach ihre Frageformulierung ändern.


Das ist aber m.E. harmlos und mit Humor zu nehmen. Nicht humoristisch ist, dass immer, wenn der Kanzler irgendwo erblickt wird, schrille Pfiffe ertönen und Rufe mit der Aufforderung Eier zu werfen, zu hören sind. Aber es wird noch schlimmer kommen.



Irgendwann kommt Bewegung in die Sache. Der Tross der Kameraleute und Journalisten wird durch die Polizei mehrfach umorientiert. Je nachdem, aus welcher Richtung der Kanzler vom Feuerwehrhaus aus zum Dorfgemeinschaftshaus kommen soll. Und vielleicht auch, um uns Normalbürger und die Chaoten zu verwirren.


Aufgrund der aggressiven Stimmung unter den Störenfrieden wird der Kanzler schließlich zwischen Kirche und Kindergarten (und damit weiträumig um Pöbel und Normalbürger herum) zum Dorfgemeinschaftshaus dirigiert.




Nur von Weitem kann ich ihn sehen und fotografieren. „Feigling“, „Du dumme S..“ höre ich den Pöbel rufen. Unter anderem schreit es eine Frau, die unmittelbar vor mir steht, förmlich heraus. Kinder stehen daneben und lernen so, wie man sich zu benehmen hat. Ich kann es gar nicht fassen, dass sich Leute derart asozial verhalten können. Wenn ich zu denen „Feigling“ oder „Du dumme S..“ sagen würde, hätte ich sofort einen Prozess am Hals. Aber gegen den Kanzler erlauben die es sich gänzlich ungeniert. Sie verderben den Bürgern den Blick auf den Bundeskanzler und verderben den Helfern die ungetrübte Freude auf den hohen Besuch. Wie gehirnlos, egoistisch und asozial ist das denn? Diejenigen, die dem Kanzler „Feigling“ und „Du dumme S..“ zurufen, sollten das mal in Russland, den USA, in der Türkei, in China, Nordkorea oder im Iran tun. Aber dazu sind sie mit Sicherheit das, was sie dem Kanzler vorwerfen: zu feige. So wird unsere Freiheit und Toleranz von meiner Auffassung nach intoleranten, egoistischen, sich asozial verhaltenden Chaoten zum Nachteil der normalen Leute ausgenutzt.
Man kann politisch durchaus völlig anderer Meinung sein und muss Herrn Merz auch nicht mögen. Aber intelligente und sozial kompetente Menschen können das auch ohne Beleidigungen auf sachlicher Ebene kundtun. Wir leben glücklicherweise in einem Land, in dem jeder seine Meinung offen sagen kann. Aber bitteschön auf anständige, gesittete Art und Weise!
Vielleicht hätte ich später bessere Bilder vom Kanzler für meinen Bericht machen können, aber ich bin sichtlich geschockt und gehe nach Hause, ohne auf die Abreise des Kanzlers zu warten.
Um noch einmal auf die Suggestivfrage vom Anfang zurückzukommen („Was sagen Sie dazu, dass der Bundeskanzler erst jetzt nach Gey kommt“): Die Einsatzleitung des Großbrandes hat sich in einem Interview dahingehend geäußert, dass der Bundeskanzler Merz während der Löscharbeiten nur gestört hätte, denn „man kann ihm ja nicht einfach eine Schaufel in die Hand drücken“. Der Landrat hat bestätigt, dass der Kanzler während des Brandes ständig mit ihm in Kontakt war und stets nachgefragt hat, was er tun kann und was im Hürtgenwald gebraucht wird.
Und wenn man sieht, was für ein Sicherheitsaufwand wegen der Chaoten getrieben werden muss, kann man sich vorstellen, wie das die Löscharbeiten behindert hätte, wenn der Bundeskanzler Friedrich Merz in Gey bereits während des Brandes aufgetaucht wäre.
Die Tagesthemen tagesthemen 21:45 Uhr und das ZDF heute journal (ab Minute 22) berichten abends ausführlich vom Kanzlerbesuch. Im heute-journal um 21:45 Uhr möchte Dunja mit großem Halali den Kanzler scheinbar zur Strecke bringen, indem sie aufzählt, welche Politiker wie schnell bei den diesjährigen Brand-Katastrophen vor Ort waren und wie lange dagegen Herr Merz gebraucht hat.
Für mich war der Kanzlerbesuch ein unvergessliches Negativ-Erlebnis. Keinesfalls wegen des Kanzlers. Aber wegen der Chaoten, die den Tag der Danksagung für Ihren asozialen Krawall, ihre Zwecke und zu Ungunsten der Helfer und der Geyer Bürger auf das Übelste missbraucht haben.
Übrigens: Heute, da ich diesen Artikel verfasse, sind die Löscharbeiten bereits seit fünf Tagen beendet und der Kanzlerbesuch drei Tage her. Der Boden im Brandgebiet ist immer noch heiß und qualmt teilweise. Und noch immer hört man anscheinend Weltkriegs-Munition, die durch den heißen Boden zur Explosion gebracht wird (Morgenmagazin – Hohes Venn nach dem Großbrand: Zwischen Rauch, Hoffnung und Wiederaufbau). Durch diesen Bericht erfahre ich auch, dass das Geyer Kreuz wie durch ein Wunder unbeschädigt geblieben ist.






Der Wald ist deswegen und wegen Baumbruchgefahr gesperrt. Trotzdem wandern und radeln offensichtlich Leute durch das Gebiet…

Und nun zu dem, was in dem Chaoten-Chaos ganz vergessen wird und was das Wichtigste an diesem Tag und der eigentliche Grund des Kanzlerbesuchs ist:
Dank an alle Helfer, die die „Liebe Gey“ und die „Schnusen“ vor dem Schlimmsten bewahrt haben. Und noch einmal: Danke von ganzem Herzen!!!























