Milchstraßenfotos planen – PlanIt! und andere Werkzeuge

Um Fotos von der Milchstraße zu erstellen, musst Du Deine Milchstraßenfotos planen. Denn die Milchstraße kann man keinesfalls „einfach so“ fotografieren. Insbesondere, wenn das attraktive Milchstraßenzentrum abgelichtet werden soll, müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein.

Im Folgenden werde ich Dir erklären, wie Du Deine Milchstraßenfotos planen kannst. Ich persönlich verwende dazu die Planungssoftware PlanIt! für Fotografen, über deren Verwendung/Bedienung ich bereits mehrere Berichte verfasst habe. Mit meinem Bericht über die Grundlagen von PlanIt! solltest Du unbedingt bereits vertraut sein. Du findest ihn hier: PlanIt Anleitung – PlanIt! für Fotografen. In diesem Bericht habe ich auch die notwendigen Grundeinstellungen für alle Deine Planungen erklärt.

Hier liste ich einmal auf, welche Planungspunkte Du speziell beim Milchstraßenfotos Planen beachten musst. Wie und mit welchen Hilfsmitteln Du diese einzelnen Planungspunkte abarbeiten kannst, erkläre ich Dir anschließend :

  • Du brauchst ein Motiv für den Vordergrund Deines Milchstraßenfotos (z.B. einen Baum, einen Teich, eine Kapelle o.ä.).
  • Dein Motiv muss sich an einem möglichst dunklen Ort befinden. Je weniger Lichtverschmutzung am Aufnahmeort herrscht, desto mehr Details der Milchstraße kannst Du sehen.
  • Du benötigst für Deine Aufnahme eine dunkle Nacht. Nicht nur die menschengemachte Lichtverschmutzung stört, sondern auch der Mondschein sorgt leider dafür, dass nicht genug interessante Details zu sehen sind.
  • Die Milchstraße, bzw. ein Teil davon, ist in klaren, dunklen Nächten im Grunde stets zu sehen. Du musst aber ggf. wissen, wann der „komplette“ Milchstraßenbogen inkl. Milchstraßenzentrum (MSZ) zu sehen ist.
  • Für ein (einzeiliges) Milchstraßenpanorama musst Du wissen, wann der Milchstraßenbogen in einem flachen Winkel am Himmel steht (ein mehrzeiliges Panorama, in dem der Milchstraßenbogen fast schon durch den Zenit führt, ist nur sehr schwer zusammenzufügen).
  • Du solltest bereits im Vorhinein wissen, welche Brennweite Du brauchst, um den gewünschten Vordergrund zusammen mit dem gewünschten Milchstraßenausschnitt abzubilden bzw. wie viele Aufnahmen pro Zeile und wie viele Zeilen Du für ein Panorama benötigst.

Alle o.g. Planungspunkte kannst Du mit PlanIt! erledigen. Lediglich die benötigten Wettervorhersagen bietet die App nicht. Es gibt zwar neuerdings eine undokumentierte (Stand:  Mai 2020) Ephemeriden-Funktion „Wolkenentfernung“, du brauchst jedoch möglichst verlässliche Aussagen über das Wetter, um vor Ort einen klaren, wolkenfreien Himmel vorzufinden. Hierzu später mehr.

Motivsuche für den Vordergrund

Möglichkeiten gibt es theoretisch viele: Ein markanter Baum, ein See, eine Hütte, ein Turm, eine Kapelle usw. In der Praxis ist die Motivsuche jedoch oft gar nicht so einfach. Dabei sind die wenigen klaren und dunklen (mondlosen) Nächte zu schade um am Ort des Wunschmotivs festzustellen, dass der Himmel zu hell ist (Lichtverschmutzung) oder die freie Sicht auf das Milchstraßenzentrum z.B. durch Windräder und deren Positionslichter oder Überlandleitungen gestört wird. Um solche unliebsamen Überraschungen zu vermeiden, solltest Du den Ort Deines Wunschmotivs vor dem Foto-Termin unbedingt erst einmal testweise inspizieren.

Gestört werden können Deine Aufnahmen auch durch andere Fotografen, die den gleichen „Milchstraßen-Hot-Spot“ aufsuchen und Deine Aufnahmen mit ihren Stirnlampen verderben. Mir ist das einmal im Hohen Venn passiert, wo ich auf einem Bohlenweg die Milchstraße über einem Palsa fotografieren wollte und mir zwei Fotografen aus 100-200 Metern Entfernung ständig mit ihren Lampen in die Kamera geleuchtet haben. Vermutlich unbedacht. Deshalb solltest Du aber auch selber darauf achten, dass durch solche Gedankenlosigkeiten keine anderen Fotografen gestört werden.

In diesem Bericht kannst Du einige meiner ersten Milchstraßenfotos betrachten: Astrofotografie – im 1000-Sterne-Gefrierfach.

Sobald Du eine Motividee hast, suchst Du nun den Ort in PlanIt! bzw. in der Light Pollution Map (siehe nächster Abschnitt). Der Milchstraßenbogen erstreckt sich beim Aufgang des Zentrums von Südost über Ost nach Nordwest, später von Süd über Ost nach Nord und beim Untergang des Zentrums von Südwest über Ost nach Nordost. Möchtest Du bspw. eine Kapelle mit der Milchstraße fotografieren, so sollte ihre Frontseite so liegen, dass Du gleichzeitig auf Kapellenfront und Milchstraßenbogen sehen kannst.   Die Vorgehensweise in PlanIt! anhand der Höchenschwander Kapelle sieht so aus:

  • Tap auf die Sucherlupe
  • Eingabe des gewünschten Ortsnamens
  • Nachfrage beantworten
  • Zum endgültigen Ort navigieren
  • Darstellung ggf. einzoomen (vergrößern)
  • Kamerastandpunkt einfügen (langer Tap, bis rote Markierung gesetzt ist, dann Tap auf Kamera-Symbol )

 

Milchstraßenfotos planen - Ortssuche
Motivort suchen
Milchstraßenfotos planen - Ortssuche Nachfrage
Ortssuche Nachfrage
Milchstraßenfotos planen - Navigation durch Wischen/Verschieben des Kartenausschnitts
Navigation durch Wischen/Verschieben des Kartenausschnitts
Milchstraßenfotos planen - Navigation durch Wischen/Verschieben des Kartenausschnitts
Navigation durch Wischen/Verschieben des Kartenausschnitts, Ein-/Auszoomen durch Wischen/Schieben auf dem Zoom-Symbol/der Zoom-Leiste
Milchstraßenfotos planen - gewünschten Kamerastandort durch Tap markieren
Gewünschten Kamerastandort durch Tap markieren und anschließend das Kamera-Symbol antippen
Milchstraßenfotos planen - Der Kamerastandort ist festgelegt
Der Kamerastandort ist festgelegt. Durch Antippen, Halten und Verschieben kann die Position korrigiert werden.
 
Milchstraßenfotos planen - Kartendarstellung ändern
Durch Tap auf das Layer-Symbol erhält man die Auswahl verschiedener Kartendarstellungen ändern
 
Milchstraßenfotos planen - Kartenwahl
Kartenwahl

Alle folgenden Aktionen beim Milchstraßenfotos Planen beziehen sich in PlanIt! auf den Kamerastandort.

Ist der Ort dunkel genug?

Das ist die Kardinalfrage, wenn Du Deine Milchstraßenfotos planen willst. Um diese Frage zu beantworten, nutze ich die in PlanIt! integrierte Bortle-Skala und vor allem die Light Pollution Map https://www.lightpollutionmap.info/ mit dem Lichtverschmutzungs-Weltatlas 2015 und VIIRS –Daten mehrerer Jahre. VIIRS (Visible Infrared Imaging Radiometer Suite) ist ein Sensoren-System in den Satelliten JPSS-1 und JPSS-2 (Joint Polar Satellit System der NASA) und im Defense Weather Satellite System der U.S. Air Force.

Die Bedienung der Light Pollution Map dürfte weitestgehend selbsterklärend sein und kein Problem darstellen, wenn man gelegentlich Google Maps, Google Earth oder ähnliche Programme nutzt. Es gibt eine Hilfe-Seite, die allerdings nur in Englisch verfügbar ist: https://www.lightpollutionmap.info/help.html. Rechts oben im Kartenfenster kannst Du für Deine Recherchen verschiedene Datenquellen wählen. Hier kommen nur die beiden Quellen „VIIRS 2019“ (oder neuer) und „World Atlas 2015“ (oder neuer) infrage. Es sei denn, Du möchtest für einen bestimmten Ort die Lichtquellenentwicklung über mehrere Jahre hin betrachten. Der Unterschied zwischen den VIIRS-Daten und dem World Atlas ist, dass die VIIRS-Daten die Lichtstrahlung/Lichtquellen wiedergeben, während hingegen der World Atlas aus diesen Daten ein Modell für die Dunkelheit des Himmels im Zenit eines Ortes errechnet. Ein Klick mit der linken Maustaste auf den Ort Deines Wunschmotivs zeigt Dir bei Wahl der VIIRS-Daten die Strahlungsintensität (Radiance-Value) für diesen Ort. Je niedriger dieser Wert ist, desto geringer ist die Lichtquellenintensität in der Umgebung, also desto dunkler ist der Nachthimmel. Z.B. wird um die Sternwarte auf dem Gelände der NS-Ordensburg Vogelsang im Sternenpark Eifel  ein Wert zwischen 1.06 und 0.54 angezeigt. Das entspricht einem Wert auf der Bortle-Skala der Klasse 4 (Land/Vorstadt Übergang). Der  Sternenpark West-Havelland z.B. wird in der Bortle-Skala mit Klasse 3 (guter Landhimmel) bewertet und hat Radiance-Werte von teilweise unter 0.30 (z.B. Ostufer des Gülper Sees)! Du solltest in der Light Pollution Map unter „Basemap“ die Option „Hybrid“ wählen, um die Umgebung einigermaßen einschätzen zu können. Bei Wahl der World Atlas-Daten ist vor allem der SQM-Wert maßgeblich (SQM = Sky Quality Meter). Je höher dieser Wert, desto besser (dunkler) ist der Nachthimmel im Zenit. Die SQM-Daten korrespondieren mit der sog. Bortle-Skala, die den Lichtverschmutzungsgrad bzw. die Güte des Nachthimmels in 9 Klassen aufteilt.

Wenn in der Light Pollution Map unter „Feature“ „SQC“ gewählt wird, werden die Standorte der Sky Quality Cameras eingeblendet (eine befindet sich beispielsweise auf dem erwähnten Gelände der NS-Ordensburg Vogelsang). Ein Klick auf das SQC-Symbol öffnet ein Fenster, in dem man eine interessante 360°-Darstellung der Lichtverschmutzung bzw. deren Verlauf vom Zenit bis zum Horizont erhält.

In PlanIt! erhältst Du beim Milchstraßenfotos Planen die Bortle-Skala, indem Du die Ephemeriden-Funktion „Nachthimmel“ wählst. Die Bortle-Skala wird eingeblendet und die betreffende Bortle-Klasse ist für den gewählten Ort markiert. PlanIt! nutzt die gleichen Datenquellen wie die Light Pollution Map.

 

Milchstraßenfotos planen - Zurück statt Menü
Manchmal erhält man statt des Menü-Symbols den „Zurück-Pfeil“, der die App schließt. Ein Wiederaufruf von PlanIt! stellt dann das Menüsymbol zur Verfügung.
Milchstraßenfotos planen - Menüaufruf
Menüaufruf
Milchstraßenfotos planen - Aufruf Ephemeriden-Funktionen
Aufruf Ephemeriden-Funktionen
Milchstraßenfotos planen - Aufruf Nachthimmel (Bortle-Skala)
Aufruf Nachthimmel (Bortle-Skala)
Milchstraßenfotos planen - Bortle-Skala
Nach Auswahl der Ephemeriden-Funktion „Nachthimmel“ werden um den Kamerastandpunkt herum die Auf- und Untergangslinien von Sonne (gelb) und Mond (blau), sowie der Milchstraßenbogen (grün gepunktet) mit dem Milchstraßenzentrum (großer grüner Punkt mit Symbol am Bogenanfang) gezeigt. Oben im Planungsbildschirm deutet ein kleiner Pfeil auf die Bortle-Klasse des Kamerastandortes hin. Die üblichen 9 Bortle-Klassen werden hier noch weiter in insgesamt 14 Klassen/Unterklassen aufgesplittet. Darüber wird links die Datengrundlage (WA 2015 – World Atlas 2015) angezeigt, daneben die Bortle-Klasse kurz beschrieben. Ein Tap auf diese Kurzbeschreibung führt zu einer ausführlicheren Info. Ein Tap auf die Datenquelle ermöglicht die Auswahl anderer Quellen (VIIRS).
Milchstraßenfotos planen - Beschreibung der aktuellen Bortle-Klasse
Beschreibung der aktuellen Bortle-Klasse
Milchstraßenfotos planen - Datenquellen-Wahl
Datenquellen-Wahl
Milchstraßenfotos planen - Datenque "VIIRS 2019" gewählt
Datenquelle „VIIRS 2019“ gewählt. Die Bortle-Klassen werden auf 8 reduziert. Ein Tap auf die neue Kurzbeschreibung führt in die Info zu den VIIRS-Daten.
Milchstraßenfotos planen - Info VIIRS-Daten
Info VIIRS-Daten
 
 

Bortle-Klasse 4 und niedriger, bzw. genauer: Ein Radiance-Wert in der Light Pollution Map möglichst unter  0.60 bzw. ein SQM-Wert über 21.25 eignet sich meiner persönlichen Einschätzung nach für die Milchstraßen-Fotografie und sollte beim Milchstraßenfotos Planen angestrebt werden. Allerdings habe ich die echten Grenzen diesbezüglich in der Praxis bis jetzt noch nicht ausgetestet.

Hinzu kommt natürlich noch die Klarheit der Luft. Hier spielt neben der Jahreszeit (i.d.R. je kälter, desto klarer die Luft) die Höhe des Beobachtungsstandortes eine ebenfalls nicht unerhebliche Rolle. Und da sind 1200 Höhenmeter im Schwarzwald schon ein anderes Kaliber als 600 Meter in der Eifel oder 24 Meter am Gülper See. Vom Hochgebirge ganz zu schweigen.

Wenn Du ein Motiv an einem genügend dunklen Ort entdeckt hast, kannst Du Dir diese „Fundstelle“ markieren und in PlanIt! abspeichern. Wie das geht, erkläre ich hier: Fundorte notieren – App statt Notizbuch.

Wann und wie lange ist die Milchstraße zu sehen?

Wenn Du nun für einen Deiner Wunschorte wissen möchtest, wann dort die Milchstraße (das Milchstraßenzentrum) zu sehen ist, musst Du zuerst diesen Ort in PlanIt! als Kamerastandort festlegen. Das haben wir im vorigen Abschnitt („Ist der Ort dunkel genug?“) bereits getan.

Dann rufst Du die Ephemeriden-Funktion „Milchstraßen-Zentrum“ auf. Die Angaben zu den Koordinaten und zur Sichtbarkeitszeit beziehen sich auf das aktuell gewählte Datum. Anschließend wählst Du die Kalender-Funktion und dort den Milchstraßenkalender. Die Tage des gewählten Monats, die mit mindestens einem Punkt markiert sind, könnten geeignete Kandidaten für Dich sein, weil an diesen Tagen (in diesen Nächten) das Milchstraßenzentrum zu sehen ist. Die Sichtbarkeitslänge erfährst Du, indem Du das betreffende Datum antippst.  In unserem Beispiel habe ich den 14. August 2020 gewählt. Diese Nacht ist für den aktuell gewählten Kamerastandpunkt mit zwei Punkten gekennzeichnet, die Sichtbarkeit des Milchstraßenzentrums also länger als 2, aber kürzer als 4 Stunden.

Milchstraßenfotos planen - Menüaufruf und Schnellwahl
Über das Menüsymbol, und Wahl der Ephemeriden-Funktionen kann die Ephemeriden-Funktion „Milchstraßen-Zentrum“ aufgerufen werden. Ohne Umweg über das Menü können die Ephemeriden-Funktionen auch über das entsprechende Kästchen der Schnellwahl erreicht werden.
Milchstraßenfotos planen - Aufruf Ephemeriden-Funktionen
Aufruf Ephemeriden-Funktionen
Milchstraßenfotos planen - Aufruf Ephemeriden-Funktion "Milchstraßen-Zentrum"
Aufruf Ephemeriden-Funktion „Milchstraßen-Zentrum“
Milchstraßenfotos planen - Milchstraßen-Zentrum gewählt
Die Ephemeriden-Funktion „Milchstraßen-Zentrum“ ist gewählt, die Angaben beziehen sich auf das aktuell eingestellte Datum und die aktuell eingestellte Zeit. Über das Menü gelangen wir zur Auswahl eines anderen Datums in die Kalender-Funktion.
Milchstraßenfotos planen - Aufruf Kalender-Funktionen
Aufruf der Kalender-Funktionen
Milchstraßenfotos planen - Kalender aufgerufen
Durch Tap auf das Milchstraßen-Zentrum-Symbol gelangt man in den Milchstraßen-Kalender. Mit den Pfeilsymbolen kann durch die Monate navigiert werden.
Milchstraßenfotos planen - Neues Datum gewählt
Durch Antippen eines Datums wird dieses als aktuelles Datum festgelegt. Über das Pfeil-Symbol gelangt man zurück zum Planungsbildschirm.
 
Milchstraßenfotos planen - Rückkehr zum Planungsbildschirm
Rückkehr zum Planungsbildschirm – Lage des Milchstraßenbogens zum 14.08.2020 um 02:17 Uhr

In unseren Breiten erscheint die Milchstraße (das Milchstraßenzentrum) im Februar, März und April am frühen Morgen, im Mai in der Stunde nach Mitternacht, im August bis Oktober immer weiter vor Mitternacht. Im Süden unserer Republik sind die Nächte außerdem länger als im Norden. So beträgt die Zeit der Milchstraßensichtbarkeit bei Garmisch Partenkirchen im Juni fast 2 Stunden, während bei uns in der Nordeifel das Milchstraßenzentrum gar nicht zu sehen ist. Auf Helgoland ist milchstraßenmäßig im Mai, Juni und Juli „Tote Hose“. Beachte: Diese Angaben beziehen sich alle auf das Jahr 2020! Die Sichtbarkeitszeiten verschieben sich von Jahr zu Jahr. Ein Grund, warum Du Deine Milchstraßenfotos planen musst.

Die Rückkehr zum Planungsbildschirm zeigt Dir die Position der Milchstraße und deren Zentrum.

Winkel des Milchstraßenbogens feststellen

Über dem  Datum am unteren Planungsbildschirm-Rand befindet sich ein kleines Pfeilsymbol nach oben. Per Tap hierauf oder Wisch nach oben erscheint die Zeitleiste, durch Wischen nach unten schließt sie sich wieder.  In unserem Beispiel sehen wir bei geöffneter Zeitleiste den Mond über der Horizontlinie und die Sonne darunter. Der Mond steht noch in einer Höhe von 8,0° am Horizont, die Sonne -27,2° unter dem Horizont. Das Milchstraßenzentrum ist bereits untergegangen und befindet sich schon unter der Horizontlinie (Höhe – 12,3°). Der Milchstraßenbogen steht in einem steilen Winkel von 66,9°. Die blaue Linie zeigt den Zeitstrahl der Mondsichtbarkeit, die gelbe Linie den Zeitstrahl der Milchstraßenzentrumssichtbarkeit.

Milchstraßenfotos planen - Zeitleiste öffnen
Durch Tap auf den kleinen Pfeil oder durch Wischen nach oben wird die Zeitleiste geöffnet
Milchstraßenfotos planen - Zeitleiste schließen
Durch Wischen nach unten wird die Zeitleiste wieder geschlossen
Milchstraßenfotos planen - Zeitleistenelemente
Zeitleistenelemente
Milchstraßenfotos planen - Zeitleisten-Navigation
Einige Möglichkeiten, sich auf der Zeitleiste zu bewegen.

Im Planungsbildschirm ist der Milchstraßenbogen mit seinem Zentrum durch eine grün gepunktete Linie angedeutet. Er führt in unserem Beispiel fast genau über unseren Kamerastandpunkt hinweg, also fast durch den Zenit. Für ein Panorama (zumindest für ein einzeiliges mit 20 mm Brennweite) ist dies ein viel zu steiler Winkel.

Durch mehrere Taps auf den begrenzten Pfeil links bewegen wir uns nacheinander durch die verschiedenen Ereignisse, wie „Monduntergang“, „Milchstraßenzentrum Untergang“, „Beginn der Dunklen Nacht“ usw. Gleichzeitig sehen wir, dass der symbolische Milchstraßenbogen sich dreht und auch seinen Höhenwinkel über dem Kamerastandort ändert (nicht zu verwechseln mit dem Höhenwinkel des Milchstraßenzentrums!).

Der Anfang der Milchstraßenzentrumssichtbarkeit fällt in diesem Fall mit dem Beginn der  „Dunklen Nacht“ zusammen. Zwischendurch zeigt uns PlanIt!, dass die „Schiefe“ der Milchstraße  < 80° beträgt.

Die folgenden Abbildungen zeigen, wie Du Dich in der Zeitleiste von Ereignis zu Ereignis bewegst und schließlich, welche zusätzlichen Optionen es bei der Bedienung der Zeitleiste gibt.

Milchstraßenfotos planen - Zeitleiste nach links bewegen
Wir bewegen uns auf der Zeitleiste nach links
Milchstraßenfotos planen - Zeitleiste auf Mondaufgang
Die Zeitleiste wurde auf den Mondaufgang bewegt, nun folgt eine weitere Bewegung nach links.
Milchstraßenfotos planen - Zeitleiste auf Zentrumsuntergang
Die Zeitleiste befindet sich auf dem Milchstraßenzentrum-Untergang, weiter geht es einen Schritt nach links.
Milchstraßenfotos planen - Zeitleiste auf Bogen < 80°
Die Zeitleiste befindet sich auf dem Punkt, wo das Milchstraßenzentrum noch in einem Winkel < 80° steht, noch einmal geht es einen Schritt nach links.
Milchstraßenfotos planen - Zeitleiste auf Milchstraßenzentrums-Aufgang und Beginn der "Dunklen Nacht"
Die Zeitleiste befindet sich nun auf dem Milchstraßenzentrums-Aufgang und am Beginn der „Dunklen Nacht“. Nun geht es einige Schritte nach rechts. Natürlich kann die Navigation auch über das Wischen auf der Zeitleiste durchgeführt werden.
Milchstraßenfotos planen - Zeitleiste am Ende der "Dunklen Nacht"
Die Zeitleiste befindet sich am Ende der „Dunklen Nacht“. Die gerade durchlaufenen Ereignisse (Zentrumsaufgang, Zentrumsuntergang, Mondaufgang, Ende der Dunklen Nacht usw.) und andere, können auch über das Ereignissymbol erreicht werden.
Milchstraßenfotos planen - Ereigniswahl über die Ereignisliste
Ereigniswahl über die Ereignisliste
Milchstraßenfotos planen - Zeiteinheit ändern
Mit einem Tap auf den kleinen Pfeil oben oder auf den unteren Rand der Zeitleiste, kann die Zeiteinheit geändert werden. Insbesondere die Umstellung der Zeiteinheit von Stunde auf Minute und damit die Streckung des Zeitstrahls wird oft benötigt, da das Wischen nach rechts und links auf dem Zeitstrahl dann präziser erfolgen kann.
 
Milchstraßenfotos planen - Zeiteinheit auf Minuten umgestellt
Die Zeiteinheit ist nun auf Minuten umgestellt. Ein weiterer Tap führt uns in die nächstmögliche Zeiteinheit.
 
Milchstraßenfotos planen - Zeiteinheit auf Jahr umgestellt
Die Zeiteinheit ist auf Jahr umgestellt. Tap auf eines der Jahre ändert das aktuell eingestellte Jahr. Mit Tap auf den kleinen Pfeil oben oder auf den unteren Rand wird die nächste Zeiteinheit zur Verfügung gestellt.
 
Milchstraßenfotos planen - Zeiteinheit auf Monat umgestellt
Die Zeiteinheit ist auf Monat umgestellt. Tap auf einen der Monate ändert den aktuell eingestellten Monat. Mit Tap auf den kleinen Pfeil oben oder auf den unteren Rand wird die nächste Zeiteinheit zur Verfügung gestellt.
 
Milchstraßenfotos planen - Zeiteinheit auf Tag umgestellt
Die Zeiteinheit ist auf Tag umgestellt. Tap auf einen der Tage (Monde) ändert den aktuell eingestellten Tag. Mit Tap auf den kleinen Pfeil oben oder auf den unteren Rand wird die nächste Zeiteinheit zur Verfügung gestellt.
 
Milchstraßenfotos planen - Zeiteinheitsweise vorwärts/rückwärts
Mit Tap auf diese Symbole kann man, in Abhängigkeit von der gewählten Zeiteinheit, schrittweise vor und zurück navigieren: Jahr- in Jahresschritten, Monat – in Monatsschritten, Tag – in Tagesschritten, Stunde – in Minutenschritten (!), Minuten – in Sekundenschritten (!)
 
Milchstraßenfotos planen - Aktuelles Datum und aktuelle Uhrzeit
Mit Tap auf dieses Symbol wird die Zeit auf das aktuelle Datum und die aktuelle Uhrzeit gesetzt.
 
Datum-/Zeitänderung
Die Datums-/Uhrzeitänderungen können auch über einen Tap auf diesen Bereich erfolgen.
 
Uhrzeit ändern
Mit einem Tap auf die gewünschte Stunde im äußeren oder inneren Kreis wird weiter zur Minuteneinstellung navigiert. Die Uhrzeit kann aber auch per Tap auf das Tastatursymbol mit der Tastatur auf dem Smartphone geändert werden.
 
Minuteneingabe der Uhrzeit
Hier erfolgt die Minuteneingabe der Uhrzeit per Tap, Halten und Wischen im oder gegen den Uhrzeigersinn. Auch hier kann stattdessen die Tastatur genutzt werden. Über „Datum“ gelangt man in den Kalender.
 
Zeitänderung per Tastatur
Zeitänderung per Tastatur
 
Datumsänderung
Hier kann ein anderes Datum gewählt werden oder/und zurück zur Uhrzeitänderung navigiert werden.
 

Wenn wir nun über das Menü in den Milchstraßenkalender (Kalenderfunktion) navigieren und dort das Datum beispielsweise auf den 15.05.2021 ändern, sehen wir zum Sichtbarkeitsbeginn einen sehr flachen Milchstraßenbogen. Bewegst Du Dich in der Zeitleiste nach rechts, wird sogar angezeigt, dass der Bogen bis 0:39 Uhr in einem Winkel kleiner 30° über dem Kamerastandort steht.  Durch Tap auf das Ereignissymbol neben dem rechten Begrenzungspfeil gerätst Du in die Ereignisanzeige/Ereignisliste, in der Du noch schneller bestimmte Ereignisse suchen/ansteuern kannst oder mehrere auswählen kannst, um sie per E-Mail, WhatsApp usw. zu teilen.

Wenn Du einen Tap auf die Zeitleiste machst und den Finger liegen lässt, erscheint am Milchstraßenbogen eine  Skala, an der Du den Höhenwinkel des Milchstraßenbogens ablesen kannst. Wischst Du nun auf der Zeitleiste vorsichtig nach rechts oder links, kannst Du den Höhenwinkel der Milchstraße verstellen. Oder besser gesagt: Zu der Uhrzeit navigieren, zu der der Milchstraßenbogen einen für Deine Planung optimalen Höhenwinkel erreicht hat.

Milchstraßenfotos planen - Menüaufruf
Über das Menüsymbol gelangen wir zur Menüwahl.
Milchstraßenfotos planen - Aufruf Kalender-Funktionen
Aufruf der Kalender-Funktionen
Navigieren zum 15.05.2021
Navigieren zum 15.05.2021
Auswahl 15.05.2021 und Rückkehr zum Planungsbildschirm
Auswahl 15.05.2021 und Rückkehr zum Planungsbildschirm
Flacher Milchstraßenbogen zum Beginn der Sichtbarkeit
Flacher Milchstraßenbogen zum Beginn der Sichtbarkeit. Mit dem Begrenzungspfeil (Ereignispfeil) gehen wir nach rechts.
Wir gelangen zum Ereignis "Milchstraßenbogen <30°"
Wir gelangen zum Ereignis „Milchstraßenbogen <30°“. Der flache Winkel ist ideal für einzeilige Panoramen. Über das Ereignissymbol rufen wir den Ereigniskalender/die Ereignisliste auf.
 
Ereignisliste
In der Ereignisliste sind alle verfügbaren Ereignisse enthalten. Man kann hier entweder ein Ereignis suchen/auswählen und mit dieser neuen Einstellung in den Planungsbildschirm zurückkehren oder man kann ein oder mehrere Kästchen anhaken und die entsprechenden Ereignisdaten anschließend teilen (per E-Mail, WhatsApp usw.).
 
Auswahl und Teilen von Ereignissen
Mehrere Ereignisse können ausgewählt und dann über das Teilen-Symbol per E-Mail, WhatsApp usw. weitergegeben werden.
 
Höhenskala des Milchstraßenbogens
Anhand der Höhenskala des Milchstraßenbogens kann durch vorsichtiges Wischen auf der Zeitleiste die Uhrzeit eines optimalen Höhenwinkels eingestellt/ermittelt werden.
 
Höhenskala des Milchstraßenbogens
Feiner dosieren lässt es sich, wenn die Zeiteinheit der Zeitleiste auf „Minuten“ umgestellt wird. Wegen der nun sekundengenauen Anzeige wird die Null und das Gradzeichen von „<30°“ leider „verschluckt“.
Brennweite einstellen und Panoramaplanung

Möchtest Du beim Milchstraßenfotos Planen wissen, wie viel Fotos Du mit einer bestimmten Brennweite und mit welcher Überlappung für ein Panorama benötigst, wählst Du die Panoramafunktion und gibst Brennweite sowie Hoch- oder Querformat an. Auch der Gesamtwinkel des Panoramas kann eingegeben werden. Oder Du verschiebst die grünen Begrenzungslinien des Panoramas an den Anfang und das Ende des Milchstraßenbogens.

Bei einer Brennweite von 20 mm Hochformat (an einer Vollformatkamera siehe: Grundeinstellungen in PlanIt Anleitung – PlanIt! für Fotografen), benötigen wir 2 Reihen zu je 4 Fotos. Dass PlanIt! uns hier ein zweizeiliges Panorama „aufschwatzen“ will, liegt daran, dass wir die Kameraausrichtung noch nicht optimiert haben und deshalb im Augenblick zu viel Boden statt Himmel auf das Bild käme.

Aufruf der Fotografie-Werkzeuge
Aufruf der Fotografie-Werkzeuge
Panorama-Werkzeug
Panorama-Werkzeug
Brennweitenwahl
Brennweitenwahl
Brennweitenwahl
Brennweitenwahl
Formatwahl
Formatwahl
Korrektur des Aufnahme-Bereichs
Die Aufnahme-Richtung ist nicht richtig, weshalb die grün markierte Fläche des Aufnahme-Bereichs in die Richtung des späteren Panoramas gedreht werden muss. Ist die Richtung korrigiert, müssen die Schenkel des Panoramas noch justiert werden, damit das Panorama sich über das gesamte gewünschte Bildfeld erstreckt. Das Panorama soll etwas mehr Weite haben, als der Milchstraßenbogen.
Milchstraßenfotos planen - Panorama-Elemente
Das geplante Panorama hat eine Ausdehnung von 192,3°. Dafür werden bei einer Brennweite von 20 mm im Hochformat 4 Aufnahmen benötigt. Die Panoramaabschnitte überlappen sich in der Horizontalen um etwa 17°. PlanIt! nimmt an, dass inkl. vertikaler Überlappung von ca. 22° zwei Reihen benötigt werden, um die Höhe der Milchstraße und ein gewisses Stück vom Land großzügig abzudecken.
 
Bildkomposition simulieren

Du hast den Aufnahmeort gewählt, die Kameraposition festgelegt, Datum, Brennweite und Format eingestellt. Wenn Du nun den VR-Sucher aufrufst, kannst Du den Blickwinkel der Kamera, Brennweite usw. und vor allem auch den Zeitpunkt der Aufnahme ändern. Dies geschieht z.B. durch das Wischen in horizontaler oder/und vertikaler Richtung. Auf diese Weise ist es beim Milchstraßenfoto Planen möglich, die Feinabstimmung der Bildkomposition/Bildplanung bis zu einem gewissen Grad durchzuführen. Hier in der Vorschau sehen wir auch die einzelnen Abschnitte, die für ein Panorama mit der gewählten Brennweite nötig sind. In unserem Beispiel beharrt die Vorschau auf ein zweizeiliges Panorama, da wir den Bildausschnitt innerhalb der Bildkompositions-Simulation leider nur bedingt ändern können. Trotzdem sehen wir beim Milchstraßenfotos Planen, dass, wenn wir weniger Erde, dafür mehr Himmel in das Bild nehmen, wir durchaus mit einem einzeiligen Panorama alles Wichtige auf das spätere Bild bekommen werden.  

Milchstraßenfotos planen - Aufruf Virtueller Sucher
Aufruf Virtueller Sucher
Aufruf Virtueller Sucher (VR)
Aufruf Virtueller Sucher (VR)
Milchstraßenfotos planen - Der Virtuelle Sucher (VR)
Durch vertikales und/oder horizontales Wischen kann die Perspektive der Kamera geändert werden. Eine realistische Darstellung der Milchstraße und andere Einstellungen erreicht man durch Tap auf das Einstellungen-Symbol links oben.
Einstellungen des Virtuellen Suchers
Durch Tap auf die Checkboxen der Liste können verschiedene Optionen des Virtuellen Suchers ein- oder ausgeblendet werden. Durch Wischen in vertikaler Richtung erreicht man weitere Optionen.
Der Virtuelle Sucher mit realistischer Milchstraßendarstellung
Der Virtuelle Sucher mit realistischer Milchstraßendarstellung
 

Möchtest Du wissen, ob Dein Motiv (z.B. ein Turm) vom Kamerastandort aus gesehen unter den Milchstraßenbogen passt, kannst Du das Motiv als Markierung speichern. Dann wird es zusätzlich im Virtuellen Sucher angezeigt. Wie Du entsprechende Marker anlegen kannst, erkläre ich Dir hier: PlanIt Markierung – Der Szenenstandort.

Planung speichern

Zum Milchstraßenfotos Planen gehört auch das Speichern der Ergebnisse. Darum kannst Du Deine Planung in PlanIt! speichern und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufrufen. So kannst Du mit verschiedene Wunschmotiven und Zeiten Deine Milchstraßenfotos planen.

Milchstraßenfotos planen - Menüaufruf Planung speichern
Menüaufruf Planung speichern
Planung speichern
Planung speichern – 11 Plandateien sind bereits vorhanden.
Planungsname
Den Planungsnamen baue ich nach folgendem Schema auf: Jahr-Monat-Tag-Objektname. So habe ich später eine chronologisch nach Aktionsdatum geordnete Liste.
Plan-Dateien aufrufen
Eine der inzwischen 12 Plan-Dateien aufrufen
Plan-Datei auswählen
Durch Tap auf einen der Plan-Datei-Namen wird diese ausgewählt und in den Planungsbildschirm geladen.
 
Wetterplanung

Milchstraßenfotos planen ist nicht genug. Du brauchst gutes Wetter bzw. freie Sicht. Um zu wissen, ob die geplante Fotonacht wolkenfrei ist, nutze ich verschiedene Wetterdienste, wie www.wetter.de, www.wetter.com und www.wetteronline.de. Sehr interessant ist auch der Dienst www.clearoutside.com. Neben stundengenauer Vorhersage für den gewählten Ort über Bewölkung, Nebel, Temperatur und Windstärke erhält man auch Aussagen über den Taupunkt (wichtig, um Vorkehrungen gegen das Beschlagen der Optik zu treffen) und sogar den ISS-Vorbeiflug. Ebenfalls sehr hochinformativ ist der Wetterdienst Meteoblue. Auf dessen Website findest Du unter den Menüpunkten  „Freizeit & Sport – Astronomical Seeing“ für Deinen Wunschort nicht nur  Bewölkungs-, Luftfeuchtigkeits- und Temperaturdaten, sondern auch  die  Geschwindigkeit des Jetstreams, Luftverwirbelungsschichten (Bad Layers) und die daraus resultierende Sternensichtbarkeit in arcsec (Bogensekunden). Je kleiner dieser Wert, desto kleinere Sterne (resp. mehr Sterne) sind sichtbar. Zumindest theoretisch, denn die Lichtverschmutzung bleibt hier unberücksichtigt.  Schließlich werden auch noch die zurzeit sichtbaren Himmelskörper (Celestial bodies) aufgelistet (mit Mauszeiger auf die angezeigten Celestial-bodies-Daten gehen!).  Ergänzende Wetterdaten bieten die weiteren Seiten von Meteoblue.  

Im Idealfall sind sich alle Wetterdienste einig und die Zuverlässigkeit der Aussagen hoch. Oft (meistens) allerdings sagt jeder Wetterdienst etwas anderes aus. Hier musst Du abwägen, ob sich der Zeit- und Fahrtaufwand risikomäßig lohnt. Die angekündigte Wolkenbildung kann sich beispielsweise auch begrenzt in Horizontnähe abspielen, während Du Objekte in der Nähe des Himmelspols ablichten möchtest. Mehrfach habe ich auch erlebt, dass ich aufgrund der abendlichen starken Bewölkung mein Astro-Vorhaben aufgegeben habe, um nachher festzustellen, dass der nächtliche Himmel  klar und wolkenfrei war. Sehr ärgerlich! Ich habe aber auch schon in den klaren Himmel hinein fotografiert, um am PC festzustellen, dass sich unbemerkt und für das bloße Auge unsichtbar, eine dünne Wolkenschicht vor das Motiv geschoben hat. Auch sehr ärgerlich!

Die Einschätzung, ob sich der Fahr- und Aufbau-Aufwand wettermäßig lohnt, ist das Schwierigste überhaupt und mit einer Unmenge an Unwägbarkeiten behaftet. Milchstraßenfotos planen geht nicht immer ohne Frust. Trotzdem: Nutze jede Gelegenheit! Ich wünsche Dir jedenfalls viele schöne Milchstraßenfotos!        

Folgende Berichte zu dieser Serie sind bereits erschienen:

 

2 Gedanken zu „Milchstraßenfotos planen – PlanIt! und andere Werkzeuge“

  1. Hallo Ronald,
    wieder mal ein extrem toller Bericht!
    Ich Stimme Dir zu:
    „Die Einschätzung, ob sich der Fahr- und Aufbau-Aufwand wettermäßig lohnt, ist das Schwierigste überhaupt …“
    Liebe Grüße,
    Joachim

    1. Hallo Joachim,
      vielen Dank für Deinen Kommentar!
      Ich weiß, Du wirst mir von Deinen Milchstraßen-Panoramen berichten.
      Liebe Grüße
      Ronald

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