Wasserfall in der Wutachschlucht

Wutachschlucht – Wanderfreude mit Wanderfreunden

Gestern sind meine Wanderfreunde in Höchenschwand eingetroffen (siehe: Höchenschwand 2018 – 25-jähriges Schlemmermeilenjubiläum). Gleich heute ist schon die längste unserer geplanten Touren fällig: Durch die wildromantische Wutachschlucht. Karl May hätte ein Buch darüber sicherlich „Durch’s wilde Wutistan“ genannt.

Die Wutach entspringt am Feldberg als Seebach, speist den Feldsee und fließt dann Richtung Titisee. Den Titisee verlässt sie als Gutach. Östlich von Lenzkirch fließen Gutach und die im Feldberggebiet bei Neuglashütten entspringende Haslach zusammen und bilden die Wutach, die bei Waldshut-Tiengen in den Rhein mündet.

Ein wenig Bedenken haben wir, weil es am Vorabend geregnet hat und es in der Wutachschlucht wirklich gefährlich glitschig sein kann.

Zur Lotenbachklamm (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Zur Lotenbachklamm (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
In der Lotenbachklamm (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
In der Lotenbachklamm (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
In der Lotenbachklamm (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
In der Lotenbachklamm (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Um kurz vor 10:00 Uhr stürmen wir mit unseren beiden PKWs den Parkplatz an der Wutachmühle in der Nähe von Bonndorf. Genauer gesagt: Zwischen Ewattingen und Mundelfingen. Um 10:00 Uhr steigen wir dann in den Bus Richtung Schattenmühle ein. Dank Konus-Karte brauchen wir uns um das nötige Kleingeld für die Fahrt keine Sorgen machen. Nach einer knappen halben Stunde erreichen wir den Wanderparkplatz an der Schattenmühle.

Bevor wir uns auf den Weg durch die Wutachschlucht machen, werfen wir noch einen kurzen, neugierigen Blick in die Lotenbachklamm. Das kostet uns insgesamt 1 km. Die sehenswerte Klamm komplett zu durchsteigen würde zuviel Zeit kosten, und unsere Kräfte brauchen wir noch für die Durchquerung der Wutachschlucht.

An der Schattenmühle
An der Schattenmühle

Buchstäblich über Stock und Stein geht es von der Schattenmühle aus an der Wutach entlang Richtung Wutachmühle. Besonders das erste Drittel des Weges ist sehr anstrengend. Ständig geht es auf und ab.

In der Wutachschlucht
In der Wutachschlucht
Am Wasserfall in der Wutachschlucht
Am Wasserfall in der Wutachschlucht
Am Wasserfall in der Wutachschlucht
Am Wasserfall in der Wutachschlucht
Am Wasserfall in der Wutachschlucht
Am Wasserfall in der Wutachschlucht

In der Nähe des ehemaligen Dietfurter Hofs, dessen Grundmauern man etwas abseits vom Weg noch betrachten kann, gibt es einen stark bemoosten Überhang, von dem sich ein Wasservorhang ergießt. Eine gute Gelegenheit, um sich oder seinem Regenschirm eine Abkühlung zu gönnen. Wir haben Glück, dass wir das schöne Fotomotiv minutenlang ganz für uns alleine haben. Ein seltener Fall bei den Menschenmassen, die sich besonders am Wochenende durch die Wutachschlucht strömen.

Beim ehemaligen Bad Boll, das im 19. Jahrhundert von den Engländern, welche die Wutachschlucht seinerzeit touristisch erschlossen haben, als Kurort gegründet wurde, wechseln wir auf die andere Wutachseite.

Hier ziehen einige Mammutbäume unsere Aufmerksamkeit auf sich.

Mammutbaum bei Bad Boll
Mammutbaum bei Bad Boll

 

Bad Boll (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Bad Boll (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
An der Kapellenruine Bad Boll
An der Kapellenruine Bad Boll

Vom ehemaligen Bad Boll selber ist heutzutage nicht mehr viel zu sehen. Außer der baufälligen Kapelle, die aber offenbar gerettet werden soll, denn das ehemals völlig marode Dach wurde anscheinend erneuert.

Wasserfall in der Wutachschlucht
Wasserfall in der Wutachschlucht
Wasserfall in der Wutachschlucht
Wasserfall in der Wutachschlucht
Wasserfall in der Wutachschlucht
Wasserfall in der Wutachschlucht

Etwa einen Kilometer hinter Bad Boll stoßen wir erneut auf einen Wasserfall mit einer kleinen Höhlung. Einige von uns trauen sich in diese Höhlung hinter dem Wasserfall.

Kaisermantel in der Wutachschlucht
Kaisermantel in der Wutachschlucht

Die Wutachschlucht ist berühmt für ihre seltene Fauna und Flora. Auf unserer Wanderung begegnen wir vielen „Kaisermänteln“, einer großen Edelfalterart.

Felsen in der Wutachschlucht
Felsen in der Wutachschlucht
Felsen in der Wutachschlucht
Felsen in der Wutachschlucht

Schmale Wege führen an den hohen Kalksteinfelsen entlang. Dass es hier nicht ungefährlich ist, zeigen die auf den Wegen liegenden Steine, die sich vom Fels gelöst haben. Es ist ratsam, sich zu merken, in welchem Rettungssektor man sich befindet. Die Schilder mit den Buchstaben der Sektoren findet man an den Bäumen, die sich an den Sektorengrenzen befinden.

Blick hinunter zur Wutach
Blick hinunter zur Wutach

Am Rastplatz an der Schurhammerhütte machen wir ausgiebig Rast. Ursprünglich hatten wir, wie in den Vorjahren, die Rast an der Galerie/Wutachversickerung geplant. Aber der einladende Rastplatz und der große Hunger lassen uns bereits hier rasten.

Pause an der Schurhammerhütte
Pause an der Schurhammerhütte
Pause an der Schurhammerhütte
Pause an der Schurhammerhütte

Nach der Rast geht es weiter Richtung Felsengalerie. Die beeindruckende Felswand ist eines der Wahrzeichen der Wutachschlucht. Etwa zwei Drittel des Weges haben wir nun hinter uns.

An der Felsengalerie
An der Felsengalerie
An der Felsengalerie
An der Felsengalerie
An der Felsengalerie
An der Felsengalerie
An der Felsengalerie
An der Felsengalerie
An der Felsengalerie
An der Felsengalerie
Auf dem Rümmelesteg (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Auf dem Rümmelesteg (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Auf dem Rümmelesteg (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Auf dem Rümmelesteg (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Alter Rümmelesteg
Alter Rümmelesteg

Nicht weit von der Galerie und der Wutachversickerung geht es über den neuen Rümmelesteg nun wieder zurück auf die linke Wutachseite. Vom „neuen“ Rümmelesteg aus sehen wir den etwa siebzig Meter entfernten „historischen“ Rümmelesteg, dessen linker Pfeiler dem Hochwasser und der Flussverbreiterung zum Opfer fiel und nun nicht mehr bis an das andere Ufer reicht, sondern im Nirwana endet.  Ein sichtbares Zeugnis der Naturgewalten in der Wutachschlucht.

Pause an einer Weggabelung
Pause an einer Weggabelung

Gut einen Kilometer weiter führt eine weitere Brücke wieder zurück zum rechten Ufer. Man hat den Eindruck, dass sie unmittelbar an einer Felswand endet. Tatsächlich aber führt ein schmaler Pfad rechtwinklig nach links von der Brücke ab.

Brücke über die Wutach
Brücke über die Wutach
Brücke über die Wutach (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Brücke über die Wutach (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Brücke über die Wutach (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Brücke über die Wutach (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Brücke über die Wutach (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Brücke über die Wutach (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Kurz darauf erreichen wir den sehenswerten Wiedereintritt der Wutach. Aus Felsspalten sprudelt das vorher versickerte Wasser wieder zurück in das alte Flussbett. Diese Felsspalten gilt es mit jeweils einem großen Schritt zu überwinden. Die im Fels befestigten Stahlseile geben dabei Halt. Trotzdem ist Unterstützung durch die vorangegangenen Wanderfreunde stets willkommen.

Am Wiedereintritt der Wutach
Am Wiedereintritt der Wutach
Am Wiedereintritt der Wutach
Am Wiedereintritt der Wutach
Am Wiedereintritt der Wutach
Am Wiedereintritt der Wutach
Am Wiedereintritt der Wutach
Am Wiedereintritt der Wutach
Am Wiedereintritt der Wutach
Am Wiedereintritt der Wutach
Am Wiedereintritt der Wutach (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Am Wiedereintritt der Wutach (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Am Wiedereintritt der Wutach (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Am Wiedereintritt der Wutach (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

 

Am Wiedereintritt der Wutach (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Am Wiedereintritt der Wutach (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Am Wiedereintritt der Wutach
Am Wiedereintritt der Wutach
In der Wutachschlucht
In der Wutachschlucht

Jetzt sind noch gut zwei Kilometer bis zu unseren Fahrzeugen zurückzulegen. Auf etwa der Hälfte der restlichen Strecke mündet die Gauchach in die Wutach. Vorher aber müssen wir noch die Behelfsbrücken überqueren, die gebaut wurden, um dem großen Erdrutsch von 2016 auszuweichen.

Erdrutsch von 2016 (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Erdrutsch von 2016 (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Behelfsbrücke am Erdrutsch (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Behelfsbrücke am Erdrutsch (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Behelfsbrücke am Erdrutsch (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Behelfsbrücke am Erdrutsch (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Kanadiersteg (Foto: Heinz-Dieter Hannes)
Kanadiersteg (Foto: Heinz-Dieter Hannes)

Der Kanadiersteg, eine überdachte Brücke, führt hinüber zur Gauchachmündung. Den Kanadiersteg überqueren wir heute jedoch nicht, sondern sind froh, dass wir nach etwa 6 Stunden die Wutachmühle und damit unsere Fahrzeuge erreichen. Zeitig genug, um dem Fabrikverkauf der Firma Adler in Bonndorf noch einen ausgiebigen Besuch abzustatten und uns mit Schwarzwälder Schinken und anderen leckeren Spezialitäten einzudecken.

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