Nachdem ich vergeblich versucht habe, die Wiedehopfküken noch einmal zu fotografieren (siehe: Der Wiedehopf, der Wiedehopf, der schenkt der Braut ’nen Blumentopf – Grillen bei Wiedehopfs) ist der Wiedehopf für mich quasi gegessen. Zum Glück treffe ich einen ebenso Wiedehopf-frustrierten Fotografen-Kollegen, der mir erzählt, dass er am Tag zuvor in der Reiherkolonie bei „meinen“ Purpurreihern war und die Jungvögel schon fast flügge und damit gut zu fotografieren sind.
So oder so ähnlich hätten die Schlagzeilen vielleicht gelautet, wenn die Katastrophe an der viermanualigen Steinmeyer-Orgel der Evangelischen Christuskirche zu Düren nicht im letzten Augenblick verhindert worden wäre.
In der ersten Maihälfte fahren Josef, Peter und ich zum Kaiserstuhl, um dem Wiedehopf unsere Aufwartung zum machen. Während meine Kumpels am Fuße der Weinberge zuerst einmal versuchen Bienenfresser zu fotografieren, steige ich die Terrassen hinauf. Gerade bin ich dabei, eine Lilie abzulichten, als ich weiter unten eine Bewegung wahrnehme: An eine kleinen Hütte tummelt sich der erste Wiedehopf meines Lebens!
In diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, mich fotografisch um Wasservögel zu kümmern. Ich berichtete ja schon über einige Exemplare am Badesee Düren. Irgendwann fällt mir bei meinen Recherchen ein Bild vom De Wittsee auf. An einem Sonntag im März mache ich mich auf und fahre früh morgens gut 90 km Richtung Leuther Mühle, wo ich meinen Wagen parke.
Als mein Kumpel Peter und ich nach Dollendorf fahren, um dort den Märzenbecher zu fotografieren, fällt mir bei Blankenheim ein Transparent auf: Tropische Schmetterlinge in der Eifel? Da müssen wir hin!