Das Siril 1.4 Python-Skript „EasyStack“ wurde von mir erstellt, um dem Siril-Anwender die Arbeit extrem zu erleichtern. Das Erstellen von Sequenzen und die Wahl der vielen Siril-Optionen ist für den „Normalanwender“ und vor allem für den Astrofoto-Neuling doch sehr kompliziert und verwirrend.
Mit „EasyStack“ werden die allermeisten der zahlreichen alten eifelpanorama- und viele der alten Siril-Skripte überflüssig, denn sie wurden mit „EasyStack“ in einem einzigen Skript zusammengefasst. Dabei habe ich die Gelegenheit genutzt, weitere Vereinfachungen zu implementieren. Insbesondere beim Preprocessing von Multinight-Aufnahmen, beim Trennen von Duo-Narrowband-Aufnahmen in Hα/SII und OIII, sowie beim neu in Siril zur Verfügung stehenden echten Drizzlen.
Für das „normale“ Stacking von Farbkamera-Bildern (für den Standardfall) ist bereits alles richtig voreingestellt.
Auch entfällt jetzt das manuelle Kopieren/Zusammenführen der kalibrierten Lights bei Multinight-Aufnahmen (siehe: „Mit SIRIL mehrere Nächte stacken – eifelpanorama“). Dies wird durch das neue Skript automatisch durchgeführt und anschließend auch das Stacking der zusammengeführten Lights automatisch gestartet.
Das Splitten von Aufnahmen mit Duo-Narrowband-Filtern in Hα/OIII und SII/OIII ist mit EasyStack kein Problem. Sogar mit echtem Drizzlen und für Multi-Sessions, wenn gewünscht!
EasyStack steht den Beziehern meines kostenlosen eifelpanorama Info-Dienstes unentgeltlich zur Verfügung. Hier geht es zur Anmeldung zum eifelpanorama Info-Dienst: „eifelpanorama Info-Dienst“. Natürlich würde ich mich über Rückmeldungen und Anregungen in den eifelpanorama-Kommentaren sehr freuen!
EasyStack enthält noch sehr viel Potenzial für sinnvolle Erweiterungen. Über Erweiterungen/Updates von EasyStack werden die Bezieher meines kostenlosen eifelpanorama Info-Dienstes selbstverständlich zeitnah informiert.
Um EasyStack verwenden zu können, muss Siril mindestens in der Version 1.4 installiert sein, Wie das geht, habe ich hier „SIRIL 1.4 – Installation und Überblick“ beschrieben.
Button „eifelpanorama-EasyStack – Hier klicken für mehr Informationen“
Button „Ausgewählte Sessions löschen“
Button „Alle Sessions löschen“
Checkbox „Sternspuren (Startrails)“
ComboBox „Preprozessing für Aufnahmen einer“
ComboBox „Kalibrierung der Lightframes mit“
ComboBox „Split Duo-Narrowband-Aufnahmen in“
CheckBox „2-pass-Registrierung“
CheckBox „Backgroundextraction“
SpinBox „Filter für die besten Bilder in % nach Sternschärfe“
SpinBox „Filter für die besten Bilder in % nach Sternrundheit“
SpinBox „Drizzle-Faktor (Vergrößerung)“
SpinBox „Pix-Fraction/Drop-Shrink“
Button „Auf Standard zurücksetzen“
EasyStack ersetzt folgende, aktuellen Skripte (Stand Januar 2026)
Für jede Aufnahmenacht muss eine sog. „Session“ angelegt werden. Das macht EasyStack auf Knopfdruck automatisch.
Jede Session braucht die eigentlichen Fotos (Lights) und evtl. Bias, Darks und Flats zum Kalibrieren der Bilder. Um EasyStack die Ablageorte dieser Dateien mitzuteilen, wird eine entsprechende Schaltfläche angeklickt und über den nun erscheinenden Datei-Explorer das entsprechende Verzeichnis gesucht und geöffnet.
Um Farb- (OSC-) und Mono-Aufnahmen, also Lights zu stacken, muss natürlich ein Verzeichnis gewählt werden, in dem sich die Lights befinden. Kalibrier-Frames (Biases, Darks und Flats) müssen nicht zwangsläufig vorhanden sein. Sollen diese aber verwendet werden, so müssen die entsprechenden Verzeichnisse, in denen sie sich befinden, ebenfalls auf die oben beschriebene Weise angewählt werden.
Befinden sich in den für die Kalibrierung gewählten Verzeichnissen ein oder mehrere Master-Files, so werden diese automatisch verwendet. EasyStack legt dazu automatisch ein Verzeichnis „masters“ an, kopiert die entsprechende Master-Datei dort hinein und benennt sie ggfls. in z.B. „bias_stacked“ um.
Woran erkennt EasyStack, dass es sich um ein Master-File handelt? EasyStack identifiziert eine Datei als Master, wenn im Dateinamen die Zeichenfolge „bias“, „dark“ oder „flat“ enthalten ist und zusätzlich „master“ oder „stacked“ (Groß- und Kleinschreibung werden ignoriert). Außerdem muss es ein Fits-File sein (Endung „.fit“ oder „.fits“ oder „.fts“).
Werden mehrere entsprechende Dateien als Master identifiziert (z.B. vier Dateien mit den Namen „bias_master.fit“, „bias_stacked.fit“, „bias_stacked.fts“ und „biasmaster.fit“), so wird die (zufällig) erste gefundene Datei als Master verwendet. Deshalb ist darauf zu achten, dass nur ein Master je Kategorie (Bias, Dark, Flat) in Verzeichnissen vorhanden ist. Auch dürfen sich Master-Dateien nicht mit (ihren) ungestackten Subframes in einem Verzeichnis befinden. Mit anderen Worten: Master müssen immer ein eigenes Verzeichnis besitzen. Sehr wohl aber dürfen sich Bias-, Dark- und Flat-Master ein Verzeichnis teilen.
Die in den Siril-Einstellungen evtl. eingetragenen Speicherorte für die Master-Files werden von EasyStack ignoriert.
Die gewählten Optionen im EasyStack-Fenster gelten für alle Aufnahmenächte (Sessions)!
Soweit möglich, prüft EasyStack vor dem Kalibrieren und Stacken die gewählten Optionen und die gewählten Verzeichnisse. Ungereimtheiten werden mit einer Fehlermeldung quittiert und können dann entsprechend korrigiert werden. So macht es z.B. keinen Sinn, für Sternspuren mehrere Aufnahmenächte (Sessions) zu verwenden, oder kein Lights-Verzeichnis zum Stacken anzugeben.
Die Ergebnisse der Verarbeitung (also die fertig gestackten Lights) legt EasyStack im Verzeichnis „results“ des Arbeitsverzeichnisses ab. Erstellte Master-Dateien werden im jeweiligen „master“-Verzeichnis ( Arbeits-, „Nx“-Verzeichnis) abgelegt. Alle Verzeichnisse werden automatisch erstellt.
Die durch EasyStack erzeugten Verzeichnisse werden durch EasyStack nach der Verarbeitung und auch nach einem Wechsel des Arbeitsverzeichnisses nicht gelöscht. Damit kann der Anwender im Falle von Irritationen noch einmal überprüfen, welche Dateien verwendet wurden.
Allerdings wird vor der Verarbeitung geprüft, ob sich alte Daten in den Verzeichnissen „biases“, „darks“, „flats“ und „lights“ befinden (sofern diese nicht als Datenquelle in einer EasyStack-Session angegeben wurden) und diese nach erfolgter Anwender-Bestätigung gelöscht.
Um Speicherplatz und Kopierzeit zu sparen, versucht EasyStack symbolische Links (Symlinks) zu erstellen, statt die Dateien zu kopieren. Denn nach wie vor erwartet Siril die zu verarbeitenden Dateien in den Verzeichnissen „biases“, „darks“, „flats“ und „lights“. Aber darum braucht der EasyStack-Anwender sich nicht mehr zu kümmern.
Können keine Symlinks erstellt werden, so kommt EasyStack nicht umhin, echte Kopien der Dateien anzufertigen. Von Master-Dateien werden stets echte Kopien für das „masters“-Verzeichnis angefertigt.
Damit die Symlinks unter Windows funktionieren (was ich sehr empfehle!), muss der sog. Entwicklermodus eingeschaltet werden. Wie das geht, habe ich hier „SIRIL 1.4 – Installation und Überblick“ beschrieben.
Die Wahlmöglichkeiten von EasyStack werden nachfolgend erklärt:

Button „eifelpanorama-EasyStack – Hier klicken für mehr Informationen“
Beim Klick auf diesen Button wird genau die vorliegende Website aufgerufen.
EasyStack übernimmt das in Siril eingestellte Arbeitsverzeichnis. Über die Schaltfläche „Verzeichnis wählen“ kann das Arbeitsverzeichnis geändert werden. Es ist übrigens keine gute Idee, als Arbeitsverzeichnis ein Verzeichnis zu wählen, in dem sich die Originaldaten befinden.
Beim Klicken auf diese Schaltfläche wird eine neue, leere Zeile im Listenfeld erzeugt. Jede Zeile besteht aus den nicht editierbaren Feldern „Lights“, „Flats“, „Darks“ und „Biases“. Beim Klick auf die kleine Schaltfläche links neben jedem dieser Felder, wird der Datei-Explorer aufgerufen, über den dann das Verzeichnis gewählt wird, welches die entsprechenden Bilder enthält. Für „Flats“, „Darks“ und „Biases“ kann auch jeweils ein Verzeichnis angegeben werden, das das entsprechende Master-File beinhaltet.
Falls eine Spalte einmal nicht zu sehen ist, bitte den horizontalen Scrollbalken kurz hin- und herbewegen.
Feldinhalte können geändert (mit anderen Verzeichnissen belegt), aber nicht geleert werden. Allerdings besteht die Möglichkeit, ganze Zeilen zu löschen und ggfls. neu aufzubauen.
Während der erwähnten Prüfung werden leere Session-Zeilen gelöscht.
EasyStack legt nach Prüfung im Arbeitsverzeichnis stets die evtl. fehlenden Verzeichnisse „biases“, „darks“, „flats“, „lights“, „masters“, „process“, „lights“ und „results“ an.
Ist mehr als eine Session vorhanden, wird außerdem im Arbeitsverzeichnis für jede Session das Unterverzeichnis „N“ mit der Zeilennummer der Sessions-Liste („N1“, „N2“, „N3“ usw.) angelegt. Diese Sessions-Verzeichnisse enthalten ebenfalls die Verzeichnisse „biases“, „darks“, „flats“, „lights“, „masters“, „process“, „lights“ und „results“.
Die Kalibrierung der Bilder der einzelnen Sessions erfolgt innerhalb der Nx-Verzeichnisse, das Stacken jedoch im lights-/process-/results-Verzeichnis des Arbeitsverzeichnisses.
Die gewählten Optionen des EasyStack-Fensters gelten für alle Aufnahmenächte.
Ist die Option „Sternspuren“ gewählt worden, darf nur eine einzige Session existieren. Andernfalls erfolgt eine Fehlermeldung.
Button „Ausgewählte Sessions löschen“
Einzelne oder mehrere Zeilen (Sessions) können durch Klick bzw. Strg-Klick auf die Zeilen-Nummer markiert werden. Beim Klicken auf diese Schaltfläche „Ausgewählte Sessions löschen“ werden die markierten Zeilen gelöscht. Vorher erfolgt allerdings noch eine Sicherheitsabfrage, die bestätigt werden muss.
Button „Alle Sessions löschen“
Hier kann die gesamte Sessions-Liste gelöscht werden, ohne die Zeilen vorher zu markieren. Auch hier erfolgt vorher eine zu bestätigende Sicherheitsabfrage.
Checkbox „Sternspuren (Startrails)“
Bei der Wahl dieser Option wird aus den Lights ein Sternspuren-Bild erzeugt. Es erfolgt keine Registrierung, keine Background-Extraktion und auch Drizzlen und Multi-Sessions sind nicht möglich. Die Sternspuren-Erzeugung steht nur für Bilder von Farbkameras zur Verfügung.
ComboBox „Preprozessing für Aufnahmen einer“
„Farbkamera (OSC)“: Bei Aufnahmen einer Farbkamera sind alle anderen Optionen von EasyStack möglich.
„Monokamera“: Bei der Verwendung von Aufnahmen einer Monokamera werden die Optionen „Sternspuren (Startrails)“ und „Split Duo-Narrowband-Aufnahmen in“ nicht zur Verfügung gestellt.
„nur Kalibrierungs-Master erstellen“: Bei dieser Option werden lediglich Biases, Darks und Flats zu Mastern verarbeitet. Die Ergebnisse (Master) werden im Verzeichnis „masters“ des Arbeitsverzeichnisses, bzw. (bei Multi-Session) im „masters“-Verzeichnis der jeweiligen Aufnahmenacht/Session abgelegt. Sie tragen stets die Dateinamen „bias_stacked“, „dark_stacked“ und „pp_flat_stacked“. Ist in irgendeiner Sessions-Zeile ein Eintrag im Feld „lights“ vorhanden, erfolgt ein Fehler-Hinweis.
ComboBox „Kalibrierung der Lightframes mit“
Die Einträge der ComboBox regeln die Vorgehensweise im Falle von fehlenden Darkframes. Sind Darkframes vorhanden, werden diese in jedem Fall für die Kalibrierung verwendet, gleichgültig, welche Option gewählt wurde.
„Darks“: Dies ist der Normalfall, es wird immer mit Darks kalibriert. Fehlen Darks, werden die Lights der aktuellen Aufnahmenacht weder kalibriert noch gestackt. Es erfolgt ein Fehlerhinweis.
„Bias“: Fehlen Darks, wird mit den Bias-Frames statt der Darks kalibriert. Fehlen Darks und Biases, werden die Lights der aktuellen Aufnahmenacht weder kalibriert noch gestackt. Es erfolgt ein Fehlerhinweis.
„ohne“: Es erfolgt beim Fehlen von Darkframes eine Kalibrierung ohne Darks und Biases. Falls ein Master-Flat vorhanden ist, wird auf alle Fälle (auch) mit dem Master-Flat kalibriert.
Fehlt das Master-Flat, wird eine Warnung ausgegeben und die Lights der aktuellen Aufnahmenacht werden ohne Flats kalibriert.
Kalibrierungs-Master werden automatisch erstellt, sofern die gewählten Verzeichnisse für Biases/Darks/Flats ordnungsgemäß gefüllt sind. Enthalten diese Master-Dateien, so werden diese (sofern nicht die Option „nur Kalibrierungs-Master erstellen“) automatisch in das jeweilige „masters“-Verzeichnis kopiert. Alte Master werden dabei überschrieben.
ComboBox „Split Duo-Narrowband-Aufnahmen in“
„ohne Splitting“: Es wird kein Splitting durchgeführt.
„Hα-OIII“ und „SII_OIII“: Diese beiden Optionen sind nur für Farbaufnahmen verfügbar (aber nicht für Sternspuren). Bei Verwendung von Duo-Narrowband-Filtern in Farbkameras (OSC) können die Bilder auf Wunsch in den roten Hα- bzw. SII-Anteil und den blaugrünen OIII-Anteil gesplittet werden. Da das rote Hα- bzw. SII-Bild nach der Splittung nur halb so groß wie das blaugrüne OIII-Bild ist, wird das Hα-/ SII-Bild automatisch auf die Größe des OIII-Bildes hochskaliert bzw. bei Drizzle-Faktor > 0 hochgedrizzled.
CheckBox „2-pass-Registrierung“
Ist diese Option angekreuzt, wird die Registrierung (Ausrichtung) der Bilder in zwei Läufen durchgeführt. Der erste Lauf dient der Ermittlung eines geeigneten Referenzbildes als Basis für den zweiten, endgültigen Registrierungslauf. Außerdem besteht bei der 2-pass-Registrierung die Möglichkeit, Bilder auszufiltern (s.u.).
CheckBox „Backgroundextraction“
Bei der Auswahl dieser Option wird die Siril-Background-Extraction vor der Registrierung durchgeführt. Der hier verwendete Siril-Befehl „subsky“ bzw. seqsubsky wird unter Verwendung des Polynomfunktionsmodells des Grades (degree) 1 ausgeführt: „seqsubsky sequenz 1″. Andere Optionen werden derzeit von EasyStack für die Hintergrund-Extraktion nicht unterstützt.
Kann die Background-Extraction mit den aktuellen Bildern nicht durchgeführt werden, werden zwar Fehlermeldungen generiert, aber die übrige Verarbeitung fortgeführt.
SpinBox „Filter für die besten Bilder in % nach Sternschärfe“
Diese Option ist nur Verfügbar, wenn die Option „2-pass-Registrierung“ gewählt ist. Für das Stacking wird vom Gesamtstapel nur der gewählte prozentuale Anteil mit den schärfsten Sternen verwendet, wobei EasyStack den gewichteten FWHM-Wert, also wFWHM, verwendet. 100% bedeutet, dass alle Bilder verwendet werden, 95% bedeutet z.B., dass nur 95% der Bilder Verwendung finden (und zwar die schärfsten) und die unschärferen 5% aussortiert werden. Mögliche Auswirkungen bei der Kombination mit dem Sternrundheit-Filter siehe dort.
SpinBox „Filter für die besten Bilder in % nach Sternrundheit“
Diese Option ist nur Verfügbar, wenn die Option „2-pass-Registrierung“ gewählt ist. Für das Stacking wird vom Gesamtstapel nur der gewählte prozentuale Anteil mit den rundesten Sternen verwendet. 100% bedeutet, dass alle Bilder verwendet werden, 95% bedeutet, dass nur 95% der Bilder Verwendung finden (und zwar die mit den rundesten Sternen) und die unrunderen 5% aussortiert werden. Ist sowohl die Sternschärfe, als auch die Sternrundheit auf weniger als 100% (z.B. 90% und 80%) eingestellt, so wird (je nach Schnittmenge der beiden Optionen) der Ausschuss zwischen dem höheren Ausschusswert (in unserem Fall 20%) und dem hinzuaddierten geringeren Wert (in unserem Fall 20% + 10% = 30% liegen). Sind beide Werte gleich (z.B. beide 80%), wird der geringstmögliche Ausschuss in unserem Beispiel bei 20% und der höchstmögliche beim doppelten Wert (40% in unserem Beispiel) liegen.
SpinBox „Drizzle-Faktor (Vergrößerung)“
Drizzlen funktioniert nur mit geditherten Aufnahmen. Also mit Bildern, die von Bild zu Bild (oder zu jedem 2. oder 3. Bild) einen Versatz von einigen Pixeln haben. Drizzlen kann die Bildqualität signifikant steigern.
Insbesondere (geditherte) OSC-/Farbaufnahmen sollten stets gedrizzled werden (z.B. mit dem Drizzle-Faktor 1 und Pix-Fraction/Drop-Shrink 1 oder 0,9).
Der Drizzle-Faktor 2 verdoppelt die Größe/Auflösung des Bildes. Allerdings auf Kosten des Bildrauschens. Um diesen Nachteil auszugleichen, sollten dem Drizzle-Prozess möglichst viele Aufnahmen zur Verfügung stehen. Evtl. sollte bei Bildvergrößerungen (Drizzle-Faktor > 1) mit dem Parameter „Pix-Fraction/Drop-Shrink“ experimentiert werden.
Der Drizzle-Faktor 0 verhindert das Drizzlen. Beim Splitting von Duo-Narrowband-Aufnahmen bewirkt der Drizzle-Faktor 0, dass der extrahierte Rotkanal (Hα/SII) auf die Größe des extrahierten blaugrün-Kanals (OIII) hochskaliert statt hochgedrizzled wird. Ist der Drizzle-Faktor > 0, wird der Rotkanal nicht hochskaliert, sondern hochgedrizzled.
SpinBox „Pix-Fraction/Drop-Shrink“
Für den Drizzle-Faktor 1 wird die Einstellung 1 bzw. 0,9 empfohlen. Für größere Drizzle-Faktoren können hier kleinere Werte evtl. von Vorteil sein. Dies sollte für die aktuell verwendeten Aufnahmen getestet werden.
Button „Auf Standard zurücksetzen“
Setzt alle Controls wieder auf die Standardwerte zurück.
Beim Klicken auf diese Schaltfläche führt EasyStack zuerst eine Prüfung durch, legt fehlende Verzeichnisse an, löscht auf Nachfrage alte Daten und gibt Fehlermeldungen aus. Werden bei der Prüfung keine Fehler festgestellt, wird die Verarbeitung mit den gewählten Parametern durchgeführt.
Bricht EasyStack ohne Ausführung ab.
Im Falle von Abbrüchen und Fehlern bitte folgende Checkliste abarbeiten:
Sind die richtigen Verzeichnisse gewählt worden?
Enthalten diese die richtigen und vollzähligen Daten?
Sind Master-Dateien und Original-Dateien auch wirklich nicht im gleichen Verzeichnis?
Sind die gewählten EasyStack-Optionen korrekt gewählt worden (z.B. OSC statt Mono)?
Alles richtig gemacht, aber EasyStack stürzt ab oder reagiert falsch? Dann bitte eine Nachricht/einen Kommentar mit Fehlerbeschreibung an eifelpanorama.de.
Leider kann man Skripte nicht in die Liste der offiziellen Siril-Skripte einfügen, sondern muss einen anderen Weg gehen:
Die Datei „EasySkript_115.py“ muss in ein eigenes Verzeichnis kopiert werden (z.B. in das Verzeichnis „C:\Users\Username\AppData\Local\siril-MyScripts“), welches natürlich vorher anzulegen ist. Anschließend wird der Verzeichnisname im Einstellungen-Fenster für Skripte unter „Speicherort für Skripte“ eingetragen. Durch Klick auf den Button darunter (der Button mit dem Kringel) EasyStack im Skripte-Menü unter „Pythonskripte“ zur Verfügung gestellt.
Beim erstmaligen Aufruf eines Python-Skripts werden die benötigten Python-Module automatisch geladen, was ein wenig Zeit kosten kann und was natürlich eine Verbindung zum Internet erfordert.
EasyStack ersetzt folgende, aktuellen Skripte (Stand Januar 2026):
Original-Siril-Skripte:
Mono_Preprocessing_withbackgroundextraction
Mono_Preprocessing_WithoutDark
Mono_Preprocessing_WithoutDBF
Mono_Preprocessing_WithoutFlat
OSC_Extract_Ha
OSC_Extract_HaOIII
OSC_Preprocessing
OSC_Preprocessing_WithDrizzle
OSC_Preprocessing_withbackgroundextraction
OSC_Preprocessing_WithoutDark
OSC_Preprocessing_WithoutDBF
OSC_Preprocessing_WithoutFlat
OSC_Startrail
eifelpanorama-Skripte:
eifelpanorama_MakeMasterDark
eifelpanorama_MakeMasterBias
eifelpanorama_MakeMasterFlat
eifelpanorama_Mono_Prep_With_Masters
eifelpanorama_Mono_Prep_With_MasterFlatOnly
eifelpanorama_Mono_PrepBackgrExtraction_With_Masters
eifelpanorama_Mono_PrepBackgrExtraction_With_MasterFlatOnly
eifelpanorama_OSC_ExtractHa_With_Masters
eifelpanorama_OSC_ExtractHa_With_MasterFlatOnly
eifelpanorama_OSC_ExtractHaOIII_With_Masters
eifelpanorama_OSC_ExtractHaOIII_With_MasterFlatOnly
eifelpanorama_OSC_Prep_With_Masters
eifelpanorama_OSC_Prep_With_MasterFlatOnly
eifelpanorama_OSC_PrepBackgrExtraction_With_Masters
eifelpanorama_OSC_PrepBackgrExtraction_With_MasterFlatOnly
eifelpanorama_OSC_Startrail_With_Masters
eifelpanorama_OSC_Startrail_With_MasterFlatOnly
ifelpanorama_OSC_Prep_2xDrizzle_With_Masters
ifelpanorama_OSC_Prep_2xDrizzle_With_MasterFlatOnly
ifelpanorama_OSC_Extr_Ha_2xDrizzle_withMasters
ifelpanorama_OSC_Extr_Ha_2xDrizzle_withMasterFlatOnly
ifelpanorama_OSC_Extr_HaOIII_2xDrizzle_withMasters
ifelpanorama_OSC_Extr_HaOIII_2xDrizzle_withMasterFlatOnly
OSC_Preprocessing_WithoutCal
OSC_PreprocessingDrizzle_WithoutCal
eifelpanorama_OSC_OnlyCalForLater_Extract_HaOIII
eifelpanorama_OSC_CalWithMasters_ForLater_Extract_HaOIII
eifelpanorama_OSC_Extract_Ha_2xDrizzle
eifelpanorama_OSC_Extract_Ha_WithoutCalFiles
eifelpanorama_OSC_Extract_Ha_2xDrizzle_WithoutCalFiles
eifelpanorama_OSC_Extract_HaOIII_2xDrizzle
eifelpanorama_OSC_Extract_HaOIII_WithoutCalFiles
eifelpanorama_OSC_Extract_HaOIII_2xDrizzle_WithoutCalFiles
eifelpanorama_OSC_Extract_HaOIII_WithoutCalAndReg
eifelpanorama_renorm_HaOIII
Dieser und weitere Berichte aus meiner SIRIL-Serie:
„SIRIL 1.4 – Installation und Überblick“
„SIRIL-Anleitung – Kostenlose Astro-Fotobearbeitung Teil 1“
„SIRIL-Anleitung – Kostenlose Astro-Fotobearbeitung Teil 2“
„Blink in SIRIL – ohne PixInsight“
„SIRIL – Stacking mit Sequenzen – ohne Skripte“
„EasyStack für Siril – ein Python-Skript“
„MasterDarks und MasterFlats in SIRIL-Skripten verwenden„
„Mit SIRIL mehrere Nächte stacken“
„Ha-OIII-Trennung mehrerer Aufnahme-Nächte (SIRIL-Skripte)“
„Duo-Narrowband-Trennung in Ha und OIII – SIRIL- und PixIn-Tricks„
„Drizzlen mit SIRIL – Skripte für unterschiedliche Fälle„
„StarNet V2.x – Install. in PixInsight, SIRIL, Stand alone “
„SIRIL Bildanalyse – Wie gut sind meine Astrofotos?“
„Ovale Sterne rund machen – Beautycase SIRIL“
„Verzeichnis der eifelpanorama-Skripte für SIRIL und ihre Verwendung„

Ich finde den Script „EasyStack“ sehr interessant. Doch wie kann ich ihn herunterladen? Ich habe den Artikel drei Mal hoch und runter angesehen.
VG Hans
Hallo Hans,
ziemlich am Ende der Anmelde-Bestätigung (Willkommens-Gruß), als auch im Info-Brief findest Du u.a. den Artikel „Das neue Pyzhon-Skript ‚EasyStack‘ für Siril 1.4 ersetzt fast alle alten Skripte!“. Am Schluss des Artikels befindet sich der Link zum Skript. Die alten Skripte findest Du ebenfalls (noch) im Artikel darunter.
Viel Erfolg und viele Grüße
Ronald
Vielen Dank,
das habe ich im Newsletter übersehen.
Hans
Hallo Hans,
kein Problem.
VG Ronald
Hallo Ronald, wo kann ich Skripte downloaden? Ich bin Bezieher des Newsletters. Grüße Stephan
Hallo Stephan,
ziemlich am Ende des Info-Briefes findest Du u.a. den Artikel „Das neue Pyzhon-Skript ‚EasyStack‘ für Siril 1.4 ersetzt fast alle alten Skripte!“. Am Schluss des Artikels befindet sich der Link zum Skript. Die alten Skripte findest Du ebenfalls (noch) im Artikel darunter.
Viel Erfolg und viele Grüße
Ronald