Gelbbauchunke

Wo Unken unken und Wanzen auf dem Rücken schwimmen: Im Land der Gelbbauchunke

An einem Tag im Juni sind Peter und ich unterwegs, um  die stark gefährdete und streng geschützte Gelbbauchunke zu fotografieren. Der Ort, den Editha entdeckt hat, ist nach der längeren Anfahrt schnell gefunden, die zahlreichen Gelbbauchunken unübersehbar.

Kaulquappen der Gelbbauchunke
Kaulquappen der Gelbbauchunke
Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Gelbbauchunke (Bombina variegata )
Gelbbauchunke (Bombina variegata )

Die interessanten Amphibien sind nur 4,5-5,5 cm groß. Von oben betrachtet sind sie völlig unscheinbar. Viel Geduld brauchen wir, um eines der Tiere so zu erwischen, dass auch die gelbe Unterseite des Froschlurches halbwegs zu sehen ist.

Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Gelbbauchunke (Bombina variegata)

Charakteristisch für die Gelbbauchunke ist nicht nur der der gelbe Bauch, sondern die Unke hat tatsächlich herzförmige Pupillen!

Die Gelbbauchunke hat herzförmige Pupillen
Die Gelbbauchunke hat herzförmige Pupillen
Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Gelbbauchunke (Bombina variegata)

Während Peter fototechnisch noch mit einer Gelbbauchunke beschäftigt ist, sehe ich eine Bewegung auf dem ausgetrockneten Boden: Sich paarende Feld-Sandlaufkäfer. Für einen Augenblick vergesse ich die Bergunken, wie die Gelbbauchunken auch genannt werden und versuche, die Sandlaufkäfer optimal abzulichten. An einer anderen Stelle im Gelände entdecke ich einen Berg-Sandlaufkäfer.

Feld-Sanlaufkäfer (Cicindela campestris)
Feld-Sanlaufkäfer (Cicindela campestris)
Berg-Sandlaufkäfer (Cicindela sylvicola)
Berg-Sandlaufkäfer (Cicindela sylvicola)

Viele der Tümpel sind sehr trüb. In einem etwas klareren Gewässer tummeln sich Rückenschwimmer. Es sind Wasserwanzen, die unmittelbar unter der Wasseroberfläche auf dem Rücken schwimmen. Offensichtlich hat sich die Wanze gerade einen Leckerbissen gefangen.

Gemeiner Rückenschwimmer (Notonecta glauca) mit Opfer
Gemeiner Rückenschwimmer (Notonecta glauca) mit Opfer
Gemeiner Rückenschwimmer (Notonecta glauca)
Gemeiner Rückenschwimmer (Notonecta glauca)

Außerhalb des Tümpels klammert sich ein auffälliger Plattbauch an einem Halm fest. Die leere Hauthülle seiner Libellen-Larve hängt in seiner unmittelbaren Nachbarschaft an einer Binse.

Plattbauch (Libellula depressa)
Plattbauch (Libellula depressa)
Libellen-Haut
Libellen-Haut
Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Gelbbauchunke (Bombina variegata )
Gelbbauchunke (Bombina variegata )
Gelbbauchunke (Bombina variegata )
Gelbbauchunke (Bombina variegata )
Gelbbauchunke (Bombina variegata )
Gelbbauchunke (Bombina variegata )
Gelbbauchunke (Bombina variegata )
Gelbbauchunke (Bombina variegata )

Noch schnell einige Abschiedsfotos vom Protagonisten, dann ist unser kurzer Trip in das Land der Gelbbauchunke auch schon wieder vorbei, und wir treten die Heimreise an.

 

4 Gedanken zu „Wo Unken unken und Wanzen auf dem Rücken schwimmen: Im Land der Gelbbauchunke“

    1. Hallo Norbert,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Freut mich, dass Dir auch dieser Beitrag gefällt.
      Liebe Grüße und ebenfalls allzeit „Gut Licht“
      Ronald

  1. 09.10.2017
    Lieber Ronald,

    mit großem Interesse habe ich Deinen Bericht über die Unken gelesen.

    Der Ruf der Unke war mir vor geraumer Zeit erstmals aus Anlass eines Golfmarathon-Turniers in Warendorf oder bei Warstein zu Ohren gekommen – liegt schon einige Jahre zurück. Leibhaftig in der Natur habe ich bislang noch keine einzige Unke – erst recht nicht die „Herzblick-Unke“.

    Deshalb würde mich sehr interessieren, an welchem Standort genau sich die beschriebenen Unken aufhalten, so dass man diese auch einmal live sehen und hören kann.

    Liebe Grüße
    Kurt

    1. Lieber Kurt,
      vielen Dank für Deinen Kommentar, über den ich mich sehr gefreut habe!
      Allederdings habe ich etwas Sorge, dass Du mit den armen Unken Deinen Golf-Marathon fortsetzen könntest. Und ich befürchte, dass Du das Putten verlernst, weil die Unken von selbst ins Loch springen. Allerdings wäre dann jeder Deiner Schläge ein Double Albatros. Und das nicht mit Eisen 5, sondern mit dem Putter! Damit das Einlochen schneller und Unken-schonender vonstatten geht, müsste man neue Schläger erfinden: Gummi 5 beispielsweise…
      Liebe Grüße
      Ronald

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