Der Elferrats-Wagen

Himmel und Hölle: Rosenmontagszug in Gey

Köln? Düsseldorf? Mainz? Peanuts! Der Rosenmontagszug in Gey ist das Nonplusultra des rheinischen Karnevals!
Engel und Teufel
Engel und Teufel

Jedes Jahr kreiert unser örtlicher Karnevalsverein „Die Löstige vom Bierkeller“ ein versmaßtechnisch unterirdisch geniales Bierkeller-Motto. In diesem Jahr heißt das Motto:  „Ob Himmel oder Hölle, mir fiere in Gey su lang mir könne“. So haben sich die am Rosenmontagszug in Gey teilnehmenden Vereine/Gruppen überwiegend des Themas „Himmel und Hölle“ angenommen.

Die HWV-Gruppe an der Broichstraße
Die HWV-Gruppe an der Broichstraße
Gruppe Nellessen
Gruppe Nellessen

Gegen 11:00 Uhr treffen die ersten Teilnehmergruppen aus Straß und Gey ein und nehmen auf der Broichstraße in Gey Aufstellung. Jede angemeldete Gruppe hat im Vorfeld einen Wurfmaterial-Zuschuss (einen Sack mit Wurfmaterial) und einen Aufstellungsplan vom Karnevalsverein bekommen.

Der Wagen des Ballsportvereins
Der Wagen des Ballsportvereins
Der Musikverein "Rheinklänge Gey"
Der Musikverein „Rheinklänge Gey“

Nachdem ich mich im Vorfeld bei Gruppe Nr. 4 (Heimat-, Wander- und Verkehrsverein Gey-Straß e.V.) aufgehalten habe  (siehe auch aktuellen HWV-Bericht „Mehr Teufelchen als Engelchen: Rosenmontag in Gey“ auf www.hwv-geystrass.de), mische ich mich unter die am Straßenrand stehenden und sammelnden Zuschauer. Gegen 11:30 Uhr setzt sich der Rosenmontagszug in Gey langsam in Bewegung.

Sammeltaxi
Sammeltaxi

Wer mir aus dem Zug oder von den Zuschauern zuwinkt, dem winke ich zurück, obwohl ich oftmals keine Ahnung habe, wer sich hinter der Kostümierung verbirgt. Vielleicht bin ich auch gar nicht gemeint. Aber sicher ist sicher.

Die Hölle von Mexiko
Die Hölle von Mexiko

So fange ich an, den Rosenmontagszug in Gey zu fotografieren. Keine ungefährliche Arbeit, denn durch den Sucher der Kamera kann ich die Wurfgeschosse nicht einschätzen und bekomme so manchen Treffer ab. Eine schwere Tafel Schokolade hätte mich dabei fasst entmannt. Ich habe in dieser Gegend durchaus schon süßere Gefühle kennen gelernt …

Ich werde in der Aschermittwochs-Messe an der Orgel beim Pedalspiel für meine Unachtsamkeit büßen.

Unser Rosenmontagszug in Gey ist, im Gegensatz zu den Zügen in Köln, Düsseldorf und Mainz, fast gänzlich unpolitisch. Vielleicht haben wir hier ein gewisses Verständnis für die ganzen Idioten, die inzwischen die Welt zu ihrem eigenen Wohl regieren, teilweise sogar demokratisch gewählt sind und nun mit all ihrer Macht versuchen, die Demokratie abzuschaffen. Wir in Deutschland haben das ja in den 30igern schon erfolgreich praktiziert.

Die kleinste Teilnehmer-Gruppe
Die kleinste Teilnehmer-Gruppe
Protest des Ortsvorstehers
Protest des Ortsvorstehers

Die einzige Gruppe mit einer politischen Aussage in unserem Rosenmontagszug ist keine Gruppe, sondern ein Einzelkämpfer: Unser Ortsvorsteher Helmut Rösseler.

Burkas oder Sesamstrasse?
Burkas oder Sesamstrasse?

Bei einer anderen Gruppe vermute ich ebenfalls zuerst eine politische Motivation: Demo gegen das Burka-Verbot. Nähere Untersuchungen bestätigen diesen Verdacht nicht. Es handelt sich wohl um Sesamstraßen-Mutationen.

Wer erstmalig den Rosenmontagszug in Gey erlebt, wundert sich, warum die Leute auf der Dürener Straße stehen bleiben, obwohl der Zug schon vorbeigefahren ist. Der Zug dreht nämlich und kommt wieder zurück! Auf diese Weise kann man beide Seiten der Umzugswagen betrachten.

Bei Hannelore in der Oberstraße
Bei Hannelore in der Oberstraße
Bei Hannelore in der Oberstraße
Bei Hannelore in der Oberstraße

Der Zug biegt dann in die Oberstraße ein und bewegt sich durch das Oberdorf. Ich gehe auch in die Oberstraße, denn ich hatte die ersten Wagen noch nicht fotografiert.  Am Haus von Hannelore, die ein Tischchen mit diversen Stärkungsmitteln aufgebaut hat, postiere ich mich und unterhalte mich mit den sich ebenfalls dort versammelnden Nachbarn, Freunden und Bekannten, während wir gemeinsam auf die Rückkehr des Zuges warten.

Wölkchen
Wölkchen

Viele tolle Ideen und ihre Umsetzung kann man bewundern.

Straß-Geyer Party-Bier
Straß-Geyer Party-Bier

Eine Gruppe träumt von einem gemeinsamen Scharitzen- und Schnusen-Gebräu und geht als Flaschen. Die Straßer werden von den Geyern als Scharitzen bezeichnet und umgekehrt die Geyer von den Straßern als Schnusen. Es hat mir noch niemand erklärt, was diese Spitznamen bedeuten. Aber vielleicht schreibt ja jemand hier im Blog einen aufklärenden Kommentar darüber.

Waldfeen und Waldgeister
Waldfeen und Waldgeister
Der Mottowagen
Der Mottowagen

Bier gibt es am Schluss des Rosenmontagszugs noch zur Genüge. Allerdings nicht im Bierkeller und auch kein Scharitzen- und Schnusen-Party-Bier, sondern Stubbis (Bitburger) und Kölsch im Bierzelt, in das Zugteilnehmer und Zuschauer anschließend einkehren, um den Höhepunkt des Geyer Karnevals ausklingen zu lassen.

Saubermänner und Sauberfrauen
Saubermänner und Sauberfrauen

An dieser Stelle einen großen Dank an unseren Karnevalsverein für die tolle Organisation und den schönen Rosenmontagszug in Gey. Aber auch einen Dank an die Teilnehmergruppen und ihre tollen Ideen, den großen ideellen und finanziellen Einsatz. Denn die Wagen bauen sich nicht von selbst und das Wurfmaterial kostet auch sein Geld!

Alle Bilder vom Rosenmontagszug in Gey kannst du dir hier ansehen: Bilder vom Rosenmontagszug in Gey

Außerdem gibt es noch einen speziellen Bericht auf der Website des Heimat-, Wander- und Verkehrsvereins Gey-Straß e.V., den du dir hier ansehen kannst: „Mehr Teufelchen als Engelchen: Rosenmontag in Gey„.

 

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