So kannst du deine eigene Website erstellen – Teil 3: WordPress installieren

Nachdem wir nun XAMPP eingerichtet haben, können wir mit Hilfe unseres Internet-Browsers theoretisch bereits eine lokale Version unserer Website erstellen. Zumindest dann, wenn wir HTML beherrschen. Einfacher geht es aber mit einem Content Management System (CMS). Das CMS unserer Wahl ist WordPress. Wir wollen nun WordPress installieren. Die Installation erfolgt in mehreren Schritten:

  • Datenbank anlegen
  • WordPress herunterladen
  • WordPress konfigurieren

Für jede Website (nicht Webseite!) musst du WordPress installieren, weil jede Website eine eigene eigene WordPress-Installation benötigt. Aus diesem Grund solltest du dir gut überlegen, wie du die einzelnen Installationen benennst. Ich komme später noch einmal darauf zurück.

Alle Arbeiten, die du auf dem Server deines Web-Hosters durchführst (z.B. eine Datenbank anlegen), erledigst du mit Hilfe deines Web-Browsers (z.B. dem Internet-Explorer von Microsoft). Um Dateien auf den Host hochzuladen oder innerhalb der Host-Verzeichnisse zu verschieben usw. brauchst du ein FTP-Programm wie z.B. „FileZilla“. Das ist im Prinzip das, was du auf deinem Windows-PC unter dem Namen „Windows-Explorer“ kennst. So ist es „im Großen“.

Und wie ist es „im Kleinen“? Gar nicht viel anders. Unser Web-Server ist Apache (innerhalb der XAMPP-Installation) auf dem lokalen PC. Und alle Arbeiten damit erledigen wir über unseren Internet-Browser. Für Dateimanipulationen haben wir den Windows-Explorer.

Nun wollen wir aber endlich die Datenbank anlegen, um unsere WordPress-Installation zu beginnen. Falls XAMPP noch nicht gestartet wurde, dann ruf es bitte jetzt auf. Mit dem Start steht uns der lokale WebServer (Apache) zur Verfügung. Um mit Apache zu arbeiten (gleichgültig ob Apache lokal unter Windows oder unter Linux bei deinem Hoster läuft), benötigen wir den Browser. Starte also jetzt deinen Internet-Browser und gib als Adresse http://localhost/xampp/splash.php ein:

XAMPP im Internet-Explorer

Wähle nun auf der erscheinenden XAMPP-Seite die Sprache „Deutsch“ aus:

XAMPP Deutsch auswählen

Anschließend erhältst du eine Seite, die etwa folgendermaßen aussieht und auf der du unter „Tools“ den Menüpunkt „phpMyAdmin“ per Mausklick auswählst:

XAMPP Tools phpMyAdmin

Neues Bild, neues Glück:

phpMyAdmin

Hier überprüfst du, ob die Spracheinstellung richtig ist und klickst dann oben im Menü auf „Datenbanken“.

Im Feld unter „Neue Datenbank anlegen“ gibst du den Namen deiner zukünftigen Website ein (keine Umlaute oder andere verbotene Sonderzeichen!). Irreführenderweise nehmen die meisten Tutorials den Namen „Wordpress“ als Datenbankname. Wenn du nur eine „Spielsite“ erstellen möchtest, dann gib den Namen „MeineErsteTestSite“ oder „TestSite1“ oder ähnliches ein. Ich habe hier „HWV-Gey-Strass“ eingegeben, weil ich für meinen Heimat-, Wander- und Verkehrsverein Gey-Straß e.V. eine neue Website erstellen möchte. Nachdem du den Namen eingegeben hast, klickst du auf den Button „Anlegen“.

Datenbank HWV-Gey-Strass anlegen

Links siehst du nun, dass die Datenbank angelegt wurde, aber noch keine Tabellen angezeigt werden, wenn du auf das nebenstehende „+“-Zeichen klickst.

Datenbank HWV-Gey-StrassIst angelegt

Du kannst jetzt die Website im Browser oder den gesamten Browser schließen.

Der nächste Schritt ist das Herunterladen und Entpacken von WordPress. Im Internet-Browser rufst du die folgende Site auf:

WordPress Deutschland

Oben im Menü klickst du auf „Download“ und auf der nächsten Seite auf den Button „Download WordPress 4.01“ (oder welche Versions-Nummer gerade aktuell ist). Bei Nachfrage „öffnen oder speichern“ bitte „speichern“ bzw. „speichern unter“ wählen. Speicherort merken! Nun die Zip-Datei entpacken. Wichtig ist der Speicherort der entpackten Dateien. In deinem XAMPP-Verzeichnis befindet sich ein Ordner mit dem Namen „htdocs“. In diesem Ordner müssen sich alle WordPress-Installationen befinden, wobei jede WordPress-Installation einen eigenen Ordner im Verzeichnis „XAMPP\htdocs“ hat. Ich gehe davon aus, dass du XAMPP auf C:\ installiert hast. Ich wähle also das Verzeichnis „C:\xampp\htdocs“ und klicke auf „Extrahieren“

WP extrahieren

Nach dem Extrahieren befindet sich im angegebenen Verzeichnis (in unserem Fall „C:\xampp\htdocs“ ) ein Ordner „wordpress“, in dem alle benötigten Dateien enthalten sind. Diesen Ordner benennen wir jetzt um. Und zwar in den Namen unserer Website! In meinem Fall „hwv-gey-strass“. Den Ordner „C:\xampp\htdocs\wordpress“ gibt es nun nicht mehr, stattdessen den Ordner „C:\xampp\htdocs\hwv-gey-strass“.

Ordner HWV-Gey-Strass angelegt

Nun können wir WordPress konfigurieren. Dazu rufen wir unseren Browser auf und geben folgende Adresse ein: http://localhost/ mit anschließendem Website-Namen. Bei mir also http://localhost/ hwv-gey-strass . http://localhost/ greift immer auf das Verzeichnis „C:\xampp\htdocs\“ zu.

Da du diese WordPress-Installation erstmalig aufrufst, erscheint folgende Seite, die dich zur Konfiguration auffordert:

WP Erstaufruf

Klicke auf den Button „Los geht’s“.

Nun musst du die Host-Zugangsdaten eintragen.

WP Zugangsdaten Host

Zuerst gibst du den Namen der Datenbank, die du anfangs mit phpMyAdmin angelegt hast, ein. Ich hatte für die Datenbank und für das Verzeichnis der WordPress-Installation den selben Namen vergeben, nämlich den der späteren Website: „hwv-gey-strass“.

Der Benutzrname ist unter XAMPP standardmäßig „root“ ohne Passwort. Später, wenn wir die Installation auf den Host übertragen, müssen die Daten natürlich entsprechend angepasst werden.

Der Datenbankhost unserer Lokalen Installation ist immer „localhost“. Auch diesen Eintrag müssen wir später auf dem Host ändern.

Das Tabellen-Präfix muss eingegeben werden. Bitte hier nicht die Vorgabe „wp_“ verwenden! Allein aus Sicherheitsgründen sollte unbedingt ein anderes Präfix vergeben werden!

Wenn du alles richtig gemacht hast, erscheint nach dem Klick auf „Senden“ folgende Nachricht, die du wiederum mit einem Klick auf den Button „Installation ausführen“ bestätigen musst:

WP Zugangsdaten Host akzeptiert

Danach wirst du aufgefordert, deine WordPress-Daten einzugeben. Warte damit und lies erst weiter, wie die nächsten Schritte durchzuführen sind, damit du dir im Nachhinein viel Zeit und Ärger ersparst.

Mit der Verwendung eines anderen Datenbank-Präfixes als die Vorgabe „wp_“ haben wir bereits die erste Sicherheitsmaßnahme gegen Hacker getroffen. Hacker suchen nach diesem Präfix, wenn sie deine WordPress-Site manipulieren wollen. Und sie suchen nach dem Administrator, den du gerade anlegst, wenn du erstmalig deine Benutzerdaten eingibst. Und dieser Benutzer erhält intern die ID mit der Nummer 1. Auch danach suchen die Hacker. Deshalb werden wir den Benutzer, den wir gerade eingeben, später wieder löschen, nachdem wir den endgültigen Administrator angelegt und dessen Daten eingegeben haben.

Trage als Benutzernamen also einfach „admin“ ein. Als Passwort reicht „123456789“. Wiederhole das Passwort im nächsten Feld. Trage bitte als E-Mail-Adresse keine Adresse ein, die du für spätere Benutzer (den endgültigen Admin oder den Redakteur) benötigst.

Wenn deine Website einmal einen gewissen Bekanntheitsgrad erreichen soll, dann gehört das Häkchen in das Feld „Suchmaschinen dürfen diese Website indexieren“.

WP Zugangsdaten-Eingabe

Wenn du alles eingegeben hast, dann klicke auf „Wordpress installieren“.

Es erscheint die Erfolgsmeldung. Mit Klick auf den Button „Anmelden“ kannst du jetzt in die Arbeitsumgebung von WordPress gelangen.

WP Erfolgdmeldung

 

Teil 1: Grundsätzliches

Teil 2: Lokale Installation von XAMPP

Teil 3: (Lokale) Installation von WordPress

Teil 4: Vorkehrungen für eine sichere Website

Teil 5: WordPress konfigurieren

Teil 6: Nutzlose WordPress Plugins entfernen, nützliche installieren

Teil 7: WordPress Theme (Template) aussuchen und WordPress Child-Theme erstellen

 

 

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