So kannst du deine eigene Website erstellen – Teil 1: Grundsätzliches

Du möchtest dir eine eigene Website erstellen? Mit dieser Serie möchte ich dir meine Erfahrungen beim Erstellen einer eigenen Website mitteilen und dir den Einstieg in das Thema leichter machen. Allerdings kann ich für die Richtigkeit der Angaben natürlich nicht garantieren, zumal die Software einem ständigen Entwicklungsprozess unterliegt und Änderungen zu etwas anderen Abläufen führen können. Ich kann auch keinen Support leisten, wenn du Probleme bei der Installation von WordPress oder bei der Erstellung deiner Website haben solltest. Bitte habe dafür Verständnis. Wenn du Probleme hast oder noch tiefer in das Thema einsteigen willst als ich das in dieser Serie tue, dann begib dich im Internet auf die Suche. Am Schluss der Serie werde ich einige Links zu entsprechenden Seiten auflisten.

Ich bin sicher, du wirst viele nützliche und wertvolle Informationen aus dieser Serie gewinnen.

Bevor ich dir Tipps gebe, wie du deine eigene Website erstellen kannst, müssen wir ein paar Begriffe klären:

  • Website -> das ist das Gesamtkonstrukt aller deiner Webseiten, also alle Seiten z.B. von eifelpanorama.de oder anders ausgedrückt: deine Webpräsenz/dein Webauftritt/dein Internetauftritt. Das englische „Site“ bedeutet soviel wie Ort, Standort, Stätte, Aufführungsort. Also etwas anderes als das deutsche „Seite“, das ja auf Englisch „Page“ heißt.
  • Homepage -> das ist die Startseite einer Website
  • Webseite/Webpage -> das ist eine Seite innerhalb der gesamten Site
  • Blog -> ist ein Kürzel aus den Worten „Web“ und „Log“, also ein Logbuch oder Tagebuch im Internet. Es handelt sich hier somit um einzelne Beiträge innerhalb einer Website. Früher wirklich als eine Art Tagebuch gedacht, heute vielerorts ein Instrument zur Mitteilung von Neuigkeiten (News-Blog)/ aktuellen Informationen. Allerdings wird der Ausdruck „der Blog“ oft für die gesamte Website gebraucht.

Wenn du eine eigene Website veröffentlichen willst, brauchst du üblicherweise einen Hoster, wie z.B. 1&1, STRATO, HOSTEUROPE usw. Und du brauchst eine Domain, also einen eindeutigen Namen, eine Adresse, unter der deine Website erreichbar ist. Die Hoster bieten i.d.R. eine Recherchemöglichkeit an, mit deren Hilfe du schnell herausfinden kannst, ob dein Wunschname noch frei ist. Es lohnt sich, hier Zeit zu investieren. Denk dir einen passenden, nicht allzu komplizierten Namen aus. Deine zukünftigen Website-Besucher sollen den Namen möglichst schreibfehlerfrei behalten können. Deshalb habe ich meine Domain auch nicht www.ronald-wasserrab.de, sondern www.eifelpanorama.de genannt. Mein Name ist viel zu kompliziert. Aber unter eifel und panorama kann man sich etwas vorstellen. Hoster bieten innerhalb eines Web-Paketes oft mehrere mögliche Domains gleichzeitig an. So habe ich mir die Domains www.eifelpanorama.de und www.eifel-panorama.de zugelegt. Wer also den Namen nicht ganz richtig eingibt, gelangt trotzdem auf die richtige Site. Wie so eine Umleitung (z.B. von eifel-panorama.de auf eifelpanorama.de) funktioniert, erkläre ich dir später.

Wer EDV-Projekte realisieren will, muss sich in viele Abhängigkeiten begeben, die, trifft man die falsche Auswahl, schnell zum Tod des Projektes führen können. Deshalb Vorsicht! Tools (Werkzeuge) können das Leben/die Software-Entwicklung vereinfachen, sie können den Entwickler aber auch an den Rand des Wahnsinns treiben. (Versions-)Inkompatibilitäten, unerwünschte Seiteneffekte, mangelnde Unterstützung bei Fragen und Problemen, schlechtes Software-Design, Hinhalte-Taktiken, verbunden mit ständigen Termin-Verschiebungen zu notwendigen Updates usw. haben schon manchen Entwickler zur Aufgabe gezwungen. Seit den 80iger-Jahren beachte ich grundsätzlich folgende Dinge:

  • Die meistgenutzte Standard-Software sollte immer die Software der Wahl sein
  • Lieber Verzicht auf tolle Features , dafür ausgereifte Software
  • Möglichst keine/wenig Abhängigkeiten durch Zusatz-Tools
  • Leistungsfähige Anbieter
  • Zahlreiche Nutzer mit großem Erfahrungsschatz

Jimdo z.B. bietet tolle Möglichkeiten und die Fotoblogs dort sind äußerst ansprechend. Ich halte das für ein hervorragendes System. Aber! Ich begebe mich in Abhängigkeiten. Ein Providerwechsel von Jimdo zu STRATO, 1&1 oder HOSTEUROPE bedeutet auch Neuerstellung der Website! Trotzdem hat Jimdo natürlich seine Berechtigung. Nicht jeder möchte (oder kann) sich so intensiv mit der Materie beschäftigen, wie wir das im Verlauf dieser Serie tun werden.

Dagegen kann ich mit Websites, die unter WordPress oder Joomla! erstellt wurden, theoretisch von einem großen Hoster zum anderen umziehen. Diese Unabhängigkeit bezahle ich allerdings zuerst einmal mit etwas höherem Aufwand. Aus meiner Sicht aber ein lohnenswerter Aufwand!

Ich rate auch dringend dazu, einen Hoster zu nehmen, der seinen Standort in deinem eigenen Land hat! Ich persönlich habe mich vor Jahren für STRATO entschieden und bisher noch keinen Grund gehabt, den Provider zu wechseln. Müsste ich mir heute einen Provider suchen, würde ich nur einen der großen Provider (z.B. HOSTEUROPE, STRATO, 1&1) wählen. Natürlich muss das CMS (Content Management System, also WordPress, Joomla! Usw.), für das ich mich entschieden habe, dort einwandfrei laufen! Aber mit welchem CMS entwickle ich meine Website? Hier kommen für mich wiederum nur die etablierten Systeme in Betracht. Das sind:

  • WordPress
  • Joomla!
  • DRUPAL
  • TYPO3

Alle vier Systeme sind kostenlos erhältlich. Jedes hat seine Vor- und Nachteile. Ich habe mich für WordPress entschieden, da es das wohl am meisten genutzte CMS mit einer riesigen Anwender-Gemeinde ist. Zudem ist es relativ einfach zu handhaben. Einfacher jedenfalls als die meisten CMS-Systeme. WordPress wird ständig erweitert und es gibt eine große Anzahl überwiegend kostenloser Plugins (Erweiterungen). Die Verbreitung dieses Systems hat zur Folge, dass es auch bei den meisten Hostern lauffähig ist.

WordPress ist außerdem ursprünglich für Blogger entwickelt worden. Da ich nicht nur Fotos zeigen möchte, also kein reines Galerie-System benötige, sondern zusätzlich Berichte über unterschiedliche Themen veröffentlichen möchte, ist WordPress genau das Richtige System für mich. Auch für die Website meines Heimat-, Wander- und Verkehrsvereins Gey-Straß e.V. ist WordPress das richtige System. Die Entwicklung der Website hwv-geystrass.de soll als Beispiel in dieser Serie dienen.

Wenn du dich also auch für WordPress entscheiden solltest, dann sind die Tipps, die du hier in meiner Serie über das Erstellen einer eigenen Website findest, für dich unverzichtbar!

Teil 1: Grundsätzliches

Teil 2: Lokale Installation von XAMPP

Teil 3: (Lokale) Installation von WordPress

Teil 4: Vorkehrungen für eine sichere Website

Teil 5: WordPress konfigurieren

Teil 6: Nutzlose WordPress Plugins entfernen, nützliche installieren

Teil 7: WordPress Theme (Template) aussuchen und WordPress Child-Theme erstellen

 

 

6 Gedanken zu „So kannst du deine eigene Website erstellen – Teil 1: Grundsätzliches“

  1. Hallo Ronald,

    gerade wurde ich über deinen Website-erstellen-Artikel auf deine Website aufmerksam . Mit dem Artikel hast du dir wirklich Mühe gegeben. Gerade durch die Begriffsklärungen zu Beginn und die (meiner Meinung nach sehr sehr wichtigen) Hinweise bzgl Domainwahl hast du vermutlich schon vielen geholfen, die sich mit der Materie nur wenig auskennen. Darf ich noch auf ein alternatives Tool hinweisen, welches evtl interessant für deine Leser sein könnte? Dabei handelt es sich um XXXXXXXXXXXX, ein Desktop-CMS für Windows mit dem auch Laien eine eigene Website erstellen können.
    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg für deine „Tipps und Tricks“-Serie!
    Grüße,
    Yvonne

    1. Hallo Yvonne,
      vielen Dank für deinen Kommentar und deine guten Wünsche.
      Nach meinen Recherchen arbeitest du in der Abteilung Online-Marketing des Unternehmens, dessen Produkt du in deinem Kommentar empfiehlst. Da ich verständlicherweise meine werbefreie Website auch werbefrei halten möchte, habe ich den Namen des Produktes unkenntlich gemacht. Bitte habe dafür Verständnis.
      Gruß
      Ronald

  2. Hallo! Vielen Dank für Informationen. Das Thema ist sehr aktuell für mich. Ich musste auch eine eigene Homepage erstellen. Aus Kostengründen habe ich keinen Programmierer beauftragt. Ich habe die Seite selbst mit xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx gestaltet. Ich freue mich über die gelungene Homepage.

    1. Hallo Anja,
      meine Website ist Werbefrei und soll es bleiben. Deshalb habe ich die Werbung in deinem Kommentar unkenntlich gemacht.
      Gruß
      Ronald

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