So kannst du deine eigene Website erstellen – Teil 6: Nutzlose WordPress Plugins entfernen, nützliche installieren

Wir wollen uns nun mit den WordPress Plugins beschäftigen. Starte XAMPP (wenn du das noch nicht getan hast) und melde dich als Administrator in WordPress an. Das kannst du immer, indem du im Browser die URL http://localhost/hwv-gey-strass/wp-login eingibst oder auch http://localhost/hwv-gey-strass/wp-admin. Statt „hwv-gey-strass“ natürlich den Namen deiner Website.

Wähle dann aus dem Menü am linken Rand „Plugins“ aus.

Plugins erstmaliger Aufruf

Dir ist sicherlich bereits in den vorhergehenden Teilen aufgefallen, dass beim Aufruf von WordPress als Administrator ständig ein roter Kreis mit einer weißen „1“ zu sehen ist. Hier wirst du darauf aufmerksam gemacht, dass es von einem Plugin (oder auch von WordPress selbst) eine Aktualisierung gibt. Steht in dem roten Kreis eine höhere Zahl, gibt es entsprechend viele Aktualisierungen. Bevor du ein Plugin aktualisierst, solltest du dich immer erst über die Änderungen informieren, indem du auf „Details der Version xxxx ansehen“ klickst. Normalerweise sollten Aktualisierungen aus Sicherheitsgründen möglichst schnell durchgeführt werden. Ausnahme: Wenn eine WordPress-Aktualisierung ansteht. Insbesondere bei größeren Releases (z.B. von 4.x auf 5.x); hier solltest du immer erst eine Datensicherung durchführen und ggf. abwarten bis alle deine Plugins mit der neuen Version kompatibel sind.

WordPress liefert standardmäßig zwei Plugins mit: „Akismet“ und „Hello Dolly“. Beide Plugins werden wir nun löschen. Akismet werden wir durch andere Plugins ersetzen, weil „Akismet“ datenschutzmäßig nicht gerade den deutschen Anforderungen entspricht. Und „Hello Dolly“ ist völlig nutzloser Ballast. Klicke also auf „Löschen“.

Plugin Löschen bestätigen

Bestätige dann, indem du auf „Ja, diese Dateien löschen“ klickst. Wenn du die beiden Plugins gelöscht hast, ist die Plugin-Liste leer.

Leere Plugin-Liste

Um nun WordPress Plugins zu installieren, klickst du links im Menü auf „Installieren“. WordPress schlägt einige Plugins vor, die wir aber (bis auf „WP Super Cache“) nicht installieren wollen. Statt dessen geben wir im Suchfeld oben rechts „Antivirus“ ein, weil wir unsere Website vor Virenangriffen schützen wollen. Mit „Return“ lösen wir die Suche aus.

Plugin Wahl-Kriterien

Wir bekommen jetzt eine Liste mit WordPress Plugins, die unserem Suchbegriff entsprechen und müssen nun ein geeignetes Plugin auswählen. Für die Wahl sind folgende Kriterien wichtig:

  • Das Plugin sollte von möglichst vielen Anwendern genutzt werden (Downloads) und eine gute Bewertung haben (Sterne)
  • Das Plugin sollte mit deiner WordPress-Version kompatibel sein
  • Das Plugin sollte regelmäßig gepflegt/aktualisiert werden (Zuletzt aktualisiert)
  • Das Plugin sollte natürlich das tun, wofür du es brauchst. Unter „Weitere Details“ erfährst du mehr über das Plugin.

AntiVirus von Sergej Müller ist genau das Plugin, das unseren Vorstellungen entspricht. Wir klicken also auf „Installieren“. Die Abfrage „Bist du sicher, dass du dieses Plugin installieren möchtest?“ bestätigen wir mit „OK“.

Nach einer Weile erhalten wir folgendes Bild:

Plugin Installiert Aktivieren

Wir müssen ein installiertes Plugin aktivieren, wenn wir es verwenden wollen. Wir können aber auch Plugins installieren, ohne sie zu aktivieren. Sinn macht das z.B. für Plugins, die in einer lokalen Installation nicht funktionieren oder dort nur hinderlich sind. „Google Apps Login“ ist so ein Beispiel. Ein Plugin, das dir beim Login über Handy einen Bestätigungscode zusendet, den du dann zusätzlich eingeben musst. Dieses Plugin ist in einer lokalen Installation nur hinderlich, allerdings aber sehr nützlich, wenn deine Site auf dem Server bei deinem Provider installiert ist.

AntiVirus aber aktivieren wir sofort.

Anti-Virus installiert

Wir klicken wieder auf „Installieren“ und installieren folgende Plugins, die wir (bis auf Google Apps Login) aktivieren:

„Antispam Bee“ von Sergej Müller (blockt Spams)

„WP Super Cache“ von Automattic (beschleunigt die Ausführung deiner Installation)

„Broken Link Checker“ von Janis Elsts (testet Links auf deinen Webseiten auf Gültigkeit)

„TinyMCE Advanced“ von Andrew Ozz (erweitert den WordPress-Editor)

„Google Apps Login” von Dan Lester – dieses Plugin noch nicht aktivieren (locale Installation)

Anschließend klicken wir im Menü auf „Einstellungen2 und „TinyMCE Advanced“. Hier kannst du nun den Editor individuell konfigurieren. Z.B. indem du das Symbol „Kopieren“ in die Symbolleiste verschiebst.

Einstellungen TinyMCE Advanced

Du kannst die Symbole innerhalb der Symbolleisten beliebig verschieben und somit deinen Wünschen entsprechend anordnen.

Anschließend musst du deine Änderungen noch speichern.

TinyMCEAdvanced - Änderungen speichern

Nun klickst du im Menü auf „Einstellungen“ und „WP Super Cache“. Um die evtl. auftauchende Warnung im oberen Bildbereich kümmern wir uns später. In der lokalen Installation brauchen wir uns darum (noch) nicht zu kümmern.

Einstellungen "Easy" WPSuperCache

Unter der ersten Lasche „Easy“ aktivierst du den Radio-Button „Caching an“. Dann klickst du auf „Update Status“, um die Änderung zu speichern. Anschließend wechselst du auf die Lasche „Erweitert“ .

Einstellungen "Erweitert" WPSuperCache

Überprüfe, ob du die Einstellungen genauso hast, wie im obigen Bild gezeigt. Alle anderen Einstellungen in WP Super Cache belassen wir so, wie sie bei der Auslieferung waren.

Einstellungen speichern "Erweitert" WPSuperCache

Nun klickst du auf „Einstellungen“ „Antispam Bee“ und setzt die Häkchen wie im Bild angegeben:

Einstellungen AntiSpamBee

Wenn du danach nach unten scrollst, erscheinen weitere Kästchen, die aber leer bleiben. Anschließend betätigst du den Button „Änderungen übernehmen“, der sich ganz unten auf der Seite befindet.

Jetzt gehst du auf „Einstellungen“ „AntiVirus“ und setzt die Häkchen wie unten gezeigt. Du kannst, wenn du willst, auch eine gesonderte Benachrichtigungs-Adresse (eMail) angeben.

Einstellungen Anti-Virus

Vergiss nicht, deine Änderungen durch Klick auf „Änderungen übernehmen“ zu speichern!

Schließlich musst du noch die Einstellungen für den „Link Checker“ tätigen. Hier die Bilder zu den einzelnen Laschen:

Einstellungen LinkChecker "Allgemein"

Einstellungen LinkChecker "Suchen nach Links"

Einstellungen LinkChecker "Welche Links überpruefen"

Einstellungen LinkChecker "Protokoll und Schnittstellen"

Einstellungen LinkChecker "Erweitert"

Vergiss nicht, die Änderungen jeweils zu speichern!

Teil 1: Grundsätzliches

Teil 2: Lokale Installation von XAMPP

Teil 3: (Lokale) Installation von WordPress

Teil 4: Vorkehrungen für eine sichere Website

Teil 5: WordPress konfigurieren

Teil 6: Nutzlose WordPress Plugins entfernen, nützliche installieren

Teil 7: WordPress Theme (Template) aussuchen und WordPress Child-Theme erstellen

 

 

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