So kannst du deine eigene Website erstellen – Teil 5: WordPress konfigurieren

In Teil 3 haben wir WorPress installiert und in Teil 4 erste Vorkehrungen für eine sichere Website getroffen. Jetzt müssen wir WordPress konfigurieren. Starte XAMPP (wenn du das noch nicht getan hast) und melde dich als Administrator in WordPress an. Das kannst du immer, indem du im Browser die URL http://localhost/hwv-gey-strass/wp-login eingibst oder auch http://localhost/hwv-gey-strass/wp-admin. Statt „hwv-gey-strass“ natürlich den Namen deiner Website.

Erster Site-Aufruf als Admin und Wahl Einstellungen

Wähle dann aus dem Menü am linken Rand „Einstellungen – Allgemein“ aus.

Einstellungen allgemein

Vergib im ersten Feld einen aussagefähigen Titel für deine Website. Für meine Website habe ich den Titel „HWV Gey-Straß e.V.“ vergeben. Dieser wird später samt dem Untertitel, der im nächsten Feld definiert wird, auf deiner Site erscheinen. Ich habe hier „Offizielle Site des Heimat-, Wander- und Verkehrsvereins Gey-Straß e.V. (gegr. 1975)“ hineingeschrieben.

Die nächsten beiden Felder werden mit der URL deiner Site gefüllt.

Als E-Mail-Adresse wird standardmäßig die des Administrators eingetragen. Wenn du Benachrichtigungen an eine andere E-Mail-Adresse wünschst, musst du diese hier eintragen.

Das Kästchen „Jeder kann sich registrieren“ ist für Websites gedacht, die eine Registrierungsmöglichkeit bieten wollen. Das ist bei uns nicht der Fall, weshalb die Checkbox leer bleibt.

Die Standardrolle eines neuen Benutzers sollte immer auf „Abonnent“, also der niedrigsten Berechtigungsstufe stehen. Bewusst höher stufen kann man einen neuen Benutzer nachträglich immer noch.

Im Feld „Zeitzone“ suchst du unter „Europa“ die Stadt „Berlin“.

Nimm auch die Einträge und die Auswahl in den folgenden Feldern so vor, wie du es in der obigen Abbildung siehst.

Anschließend klickst du auf „Änderungen übernehmen“.

Wahl Schreiben

Nun klickst du auf den Menüpunkt „Schreiben“ und die Einstellungen für die Schreibberechtigungen erscheinen.

Einstellungen "Schreiben"

Übernimm die Standardeinstellungen wie oben gezeigt. Später, wenn wir zumindest eine Kategorie angelegt haben, können wir den Eintrag für die Standardkategorie immer noch ändern. Wenn du überwiegend Beiträge schreibst, solltest du die Standard-Beitrags-Formatvorlage auch auf Standard lassen.

Auch die Anwendung „Press This“ lassen wir unberücksichtigt. Die Felder unter „Via E-Mail schreiben“ ignorieren wir ebenso. Diese Felder musst du allerdings ausfüllen, wenn du z.B. von deinem Smartphone aus Beiträge oder Fotos veröffentlichen willst.

Das Feld „Update-Services“ habe ich um folgende Dienste ergänzt, damit meine Beiträge schneller im Web Verbreitung finden:

http://rpc.pingomatic.com
http://blogsearch.google.com/ping/RPC2
http://rpc.twingly.com
http://ping.feedburner.com
http://rpc.bloggerei.de/ping

Jede URL, die du hier einträgst, muss von der nächsten durch einen Zeilenumbruch (Return) getrennt werden.

Klicke nun auf den Button „Änderungen übernehmen“ und anschließend auf den Menüpunkt „Lesen“.

Wahl "Lesen"

In den Einstellungen zum „Lesen“ können wir im Augenblick keine sinnvollen Änderungen durchführen, da die Struktur unseres Web-Auftritts noch nicht festliegt und wir auch noch keine Einträge haben. Wir belassen es vorerst bei den Standard-Einstellungen.

Einstellungen "Lesen"

Falls du Änderungen durchgeführt hast, vergiss nicht, sie mit dem Button „Änderungen übernehmen“ zu speichern.

Klicke nun auf „Diskussion“ und tätige deine Einstellungen wie folgt:

Einstellungen "Diskussion"

Die Wahl, ob du die ältesten oder die neuesten Kommentare oben haben willst, ist noch unkritisch. Ich würde allerdings nie Kommentare unkontrolliert zulassen. Es geht dabei nicht darum, nach totalitärer Manier kritische Kommentare zu unterdrücken, sondern Beiträge, die moralisch, sittlich und rechtlich fragwürdig sind und dem Ansehen deiner Site oder dir schaden könnten, zu verhindern. Letzteres kann auch auf ganz harmlos erscheinende Kommentare zutreffen. Ein Beispiel:

„Toll, dein neuer Artikel. Dass du sowas sogar in deinem Urlaub auf Malle machst. Wenn dein Chef wüsste, dass du gar nicht krank bist, hä, hä! Selber schuld – hätte er dir die Gehaltserhöhung besser mal gegeben! Ich freu mich schon, wenn du in zwei Wochen wieder zurückkommst! Dann machen wir erst mal `ne Sause“.

Wenn derartiges unkontrolliert ins weltweite Netz gestellt wird, brauchst du dich nicht zu wundern, wenn du aus dem Urlaub kommst, deine Bude leergeräumt ist und im überfüllten Briefkasten die fristlose Kündigung deines Arbeitgebers steckt…

Deshalb auch beide Haken bei „Bevor ein Kommentar erscheint…“ setzen! Vorsicht ist aus diesem Grund auch bei der Freigabe und der Beantwortung von Kommentaren geboten. Einen harmlosen Kommentar zu verändern solltest du in jedem Fall vermeiden. Aber du kannst dem Kommentator unverzüglich eine eMail schreiben:

„Lieber xy, danke für deinen Kommentar. Leider kann ich den Kommentar erst in zwei Wochen freigeben, weil …“ (z.B. wegen einer technischen Umstellung, damit eben nicht jeder Hinz und Kunz erfährt, dass dein Haus im Augenblick unbewohnt ist oder was dir auch immer als Argument für eine verzögerte Freigabe einfällt).

Damit du die Geduld deiner Kommentatoren nicht allzu sehr strapazierst, solltest du dich über neue und auf Freischaltung wartende Kommentare per eMail informieren lassen und dich möglichst umgehend um Freischaltung und Beantwortung kümmern.

Wenn du die Einstellungen wie gezeigt vorgenommen hast, dann klicke auf „Änderungen übernehmen“ und wähle anschließend „Medien“.

Einstellungen "Mediathek"

WordPress schlägt hier bereits die optimalen Einstellungen vor, die du auch so übernehmen kannst.

WordPress speichert deine Uploads standardmäßig im Ordner „wp_content/uploads“.

Du kannst diese Einstellungen ändern, indem du in der Datenbank in der Tabelle „tabelle _options“ den Eintrag/das Feld „upload_path“ suchst und dort das gewünschte Verzeichnis (z.B.“ images“ oder „bilder“) einträgst. Natürlich muss das entsprechende Verzeichnis vorhanden sein.

In die Datenbank kommst du über XAMPP – Admin – phpAdmin (auf dem Weg, wie du auch die Datenbank angelegt hast (siehe Teil 3 dieser Serie).

Upload-Path mit _phpAdmin ändern

Danach erscheint auch in den Einstellungen zur Mediathek eine Eingabemöglichkeit zum Ändern des Upload-Pfades.

Einstellungen "Medien-Änderungsmöglichkeit Uploadpath"

Falls du Änderungen durchgeführt hast, klicke auf „Änderungen übernehmen“ und wähle dann „Permalinks“.

Wähle hier „Benutzerdefinierte Struktur“ und trage in das Feld folgendes ein: „/%category%/%postname%/“ – natürlich ohne die Anführungszeichen. Achte darauf, kein Zeichen zu vergessen.

Einstellungen "Permalinks"

Warum der Aufwand? Damit WordPress „sprechende“ URLs erzeugt. Damit erhält die URL auf einen Beitrag dessen Namen und nicht irgendeine Nummer, unter der sich niemand etwas vorstellen kann. Auch die Suchmaschinen haben es nun leichter, deine Beiträge richtig einzusortieren.

Klicke auf „Änderungen übernehmen“, wenn du die Einstellungen richtig vorgenommen hast. Damit die sprechenden URLs funktionieren, muss noch eine Änderung im System erfolgen. Es muss dafür gesorgt werden, dass das Modul „mod_rewrite“ auf dem Apache-Webserver aktiviert wird. Das geschieht beim Start durch die Datei „.htaccess“ (beachte den Punkt vor „htaccess“!). Zum Glück legt WordPress diese Datei automatisch an, wenn du in den Einstellungen der Permalinks so vorgehst, wie es oben beschrieben wurde.

Teil 1: Grundsätzliches

Teil 2: Lokale Installation von XAMPP

Teil 3: (Lokale) Installation von WordPress

Teil 4: Vorkehrungen für eine sichere Website

Teil 5: WordPress konfigurieren

Teil 6: Nutzlose WordPress Plugins entfernen, nützliche installieren

Teil 7: WordPress Theme (Template) aussuchen und WordPress Child-Theme erstellen

 

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