Schmuckkranz im Pfarrheim

Nicht ganz alltäglich: Pfarrer Georg Neuenhofer feiert Goldenes Priesterjubiläum in Gey

Lange schon wurde es geplant: Das Goldene Priesterjubiläum unseres Pfarrers Georg Neuenhofer. Ein ernsthafter und beliebter Seelsorger, für den gerne viele Helfer zur Stelle waren, um das Fest vorzubereiten und schön zu gestalten.

Morgens vor der Biertheke
Morgens vor der Biertheke (zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken!)
Das geschmückte BSV-Zelt
Das geschmückte BSV-Zelt (zum Vergrößern bitte auf das jeweilige Bild klicken!)

Wegen der erwarteten hohen Besucherzahl und der unsicheren Wetterlage stellte der BSV Gey sein Zelt zur Verfügung, das bereits am Samstag neben dem Pfarrheim  aufgebaut wurde.

Weil die Festmesse am Sonntagnachmittag stattfindet, ist am Sonntagmorgen genug Zeit für den Pfarrgemeinderat, uns Kirchenvorstände und weitere Helfer, Zelt und Pfarrheim zu schmücken, die Verpflegung der Gäste vorzubereiten usw.

Zubereitung der Verpflegung
Zubereitung der Verpflegung
Zubereitung der Verpflegung
Zubereitung der Verpflegung
Die Messe
Die Festgemeinde vor der Messe
Die Festgemeinde vor der Messe
Der Einzug
Der Einzug
Domkapitular Pfarrer Heinz-Albert Schmitz und Pfarrer Georg Neuenhofer beim Einzug
Domkapitular Pfarrer Heinz-Albert Schmitz und Pfarrer Georg Neuenhofer beim Einzug

Am Nachmittag ist es dann soweit. Begleitet vom Kirchenchor („Jauchzet dem Herrn alle Welt“ von Mendelssohn-Bartholdy), unter der Leitung des Ehepaars Mechthild und Franz  Ruf, ziehen Ministranten, Diakone, Priester (darunter der Bruder des Jubilars, „Padre José“ aus Bolivien) und der Jubilar selber in die vollbesetzte und von unserer Küsterin Evi Dahmen wunderschön blumengeschmückte Kirche ein.

Der Kirchenchor
Der Kirchenchor
Beginn der Messe
Beginn der Messe
Der Jubilar, Pfarrer Georg Neuenhofer
Der Jubilar, Pfarrer Georg Neuenhofer

Unser Pfarrer Georg Neuenhofer eröffnet die Messe. „Preis und Ehre“ (GL 171 )singt die Gemeinde zum Gloria. Uli Wieser ist heute der amtierende Lektor und trägt die Lesung aus 2. Tim 3,14 – 4,2 vor. Der Kirchenchor antwortet mit „Der Herr ist mein Hirt“ von Bernhard Klein.

Unser Pfarrer verkündet das Evangelium des 29. Sonntags des Lesejahres C (Lk. 18,1-8).

Dann tritt der Domkapitular Pfarrer Heinz-Albert Schmitz für die Ansprache an den Ambo. In seiner Predigt würdigt er unseren Pfarrer:

Er geht zunächst auf die Jahrestage ein, die wichtig sind, die Segen in sich bergen oder wie der Dichter und Schriftsteller Hermann Hesse sagen würde „Jahrestage schlagen eine Brücke zum Zauber des Anfangs“. Er erwähnt das Datum der Priesterweihe in Krefeld, den 23.07.1966. Das Jahr nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, in dem in der katholischen Christenheit eine große Aufbruchstimmung herrschte und die Kirchen voll waren. Er weist darauf hin, dass Jahrestage, Erinnerungstage aber auch die Gefahr bergen, dass man im Rückblick die Vergangenheit verklärt und idealisiert. Erinnerung heißt, das Vergangene in das Innere holen, es mitzunehmen und es zu nutzen, um das Heute und das Morgen zu gestalten. „Ecclesia semper reformanda“ – wir dürfen nicht stehen bleiben, im Rückschauen verharren, sondern es geht darum, weiterzugehen und mit dem Schatz des Glaubens die Zukunft zu gestalten.

Domkapitular Pfarrer Heinz-Albert Schmitz
Domkapitular Pfarrer Heinz-Albert Schmitz

Wenn wir durch das Priesterjubiläum unseres Pastors Georg Neuenhofer neu inspiriert werden, die Mitte unserer Gemeinschaft, die Mitte unseres Glaubens neu zu entdecken und uns neu auf diese Mitte hin, auf Jesus Christus auszurichten, dann hat dieses Fest seinen wichtigsten Zweck erfüllt. Um nichts anderes ist es Georg Neuenhofer in den 50 Jahren seines priesterlichen Dienstes gegangen. Und heute geht es, hört man Georg Neuenhofer, nicht um ihn selber, sondern um den, der sich ihm vor 50 Jahren unauslöschlich eingebrannt hat: Jesus Christus. Georg Neuenhofers kluges und ausgewogenes Urteil, sein freundliches, bescheidenes Wesen, seine Freude am Glauben, seine Freude am geistigen Arbeiten und Planen haben ihn für viele Menschen zum Sakrament werden lassen, in dem Christus wirken und schaffen kann.

Dafür dankt Domkapitular Pfarrer Heinz-Albert Schmitz unserem Pfarrer Georg Neuenhofer am Schluss seiner Predigt.

Zum Glaubensbekenntnis singen wir „Ich glaube, Herr, dass du es bist“ (GL 801). Die Fürbitten beschließen den Wortgottesdienst und die Eucharistiefeier schließt sich an.

Aus „Ein Danklied sei dem Herrn“ (GL 382) singen wir zur Gabenbereitung die Verse 1,2 und 5, während unser Kirchenvorstandsmitglied Karl Theisen kollektiert. Heute hört man keine Münzen klimpern – die Kollektenkörbe quellen vor Geldscheinen über. Jeder weiß, dass die heutige Kollekte für den Bruder des Jubilars, Josef Neuenhofer und seine Straßenkinder in La Paz/Bolivien bestimmt ist.

Zum Sanctus singt der Kirchenchor „Zwei der Seraphim“ von Jacobus Gallus.

Nach  dem „Agnus Dei“ singen wir gemeinsam den 6. Vers des Liedes „Deinem Heiland, deinem Lehrer“ (GL 775). Die Kommunion wird  vom Kirchenchor mit dem „Ave verum“ von Mozart begleitet.

Die Laudationes
Stefan Grießhaber spricht für den Kirchenvorstand
Stefan Grießhaber spricht für den Kirchenvorstand

Vor dem Segen werden zwei Festreden gehalten. Zuerst von Stefan Grießhaber, der für uns Kirchenvorstände spricht. In seiner Laudatio zeichnet Stefan noch einmal den Werdegang unseres Pfarrers nach. Dann geht er auf das ein, was unseren Pastor auszeichnet und wofür er steht: Die klaren, tiefsinnigen, ansprechenden Predigten, in denen er das Evangelium in die Gegenwart überträgt und die meist mit einem eingängigen Appell enden. Er nimmt sich nicht selbst wichtig, sondern seine Botschaft, seinen Dienst und die Menschen um ihn herum. Wenn Pfarrer Neuenhofer ruft, wird er gehört und die Gemeinde folgt ihm. Stefan weist auf die Flexibilität und das Entgegenkommen unseres Pfarrers hin, und dass er nicht nur für seine Pfarren, sondern für alle Christen da ist. So stellt er die Kirche auch den evangelischen Christen zur Verfügung und das Pfarrfest  z.B. wird mit einem ökumenischen Gottesdienst eröffnet. Neuen Entwicklungen folgt Pfarrer Georg Neuenhofer nicht blind, steht ihnen aber immer aufgeschlossen gegenüber. Und oft wird sein Mut, einfach einmal etwas auszuprobieren belohnt. (Anmerkung von mir: das kann ich aus eigenem Erleben unbedingt bestätigen!) Schließlich gratuliert und dankt Stefan dem Pfarrer im Namen der Pfarren und Gremien.

Laudatio vom Ortsvorsteher Helmut Rösseler
Laudatio vom Ortsvorsteher Helmut Rösseler

Danach spricht unser Ortsvorsteher, Helmut Rösseler, der es versteht, auch ein ernstes Thema mit einer Prise Humor zu würzen. Auf die Höhen und Tiefen eingehend, erwähnt er den brutalen Überfall auf unseren schlafenden Pastor im Pfarrhaus: „…Es gab Höhen und Tiefen und weniger schöne Tage. Z.B. der Überfall auf Sie, den Sie Gott sei Dank trotz erheblicher Verletzungen gut überstanden haben. Oder ein anderes schreckliches Beispiel: Da war der Bauhof der Gemeinde, der Ihnen die Brombeersträucher am Pfarrheim abgemäht hat, von denen die Marmelade für das Pfarrfest von Frau Claßen gemacht und verkauft werden sollte, Sie aber, Herr Pastor, dadurch die Einnahmen für die Straßenkinder in La Paz schwinden sahen…“

Helmut Rösseler erwähnt außerdem auch die legendären Ferienfahrten unseres Pfarrers mit den Kindern und Betreuern, die ihn mehr als 30 Jahre zum Madlstatthof der Familie Moser nach Thierbach in Tirol geführt hat (Maria und Thomas Moser sind übrigens eigens aus Thierbach zur Freude unseres Pastors und vieler „Thierbach-Fahrer“ angereist).

Das Kreuz der Ortsvereine
Übergabe des Kreuzes der Ortsvereine
Übergabe des Kreuzes der Ortsvereine
Das Kreuz der Ortsvereine
Das Kreuz der Ortsvereine

Schließlich überreicht Helmut Rösseler zusammen mit Jürgen Plum und Rudi Nellessen im Namen der Ortsvereine ein Kreuz, das den Jubilar an die Zeiten in Thierbach erinnern soll. Birgit Kaminski hat deshalb auch eine Inschrift angebracht, die dem Beginn der Inschrift eines Wegkreuzes in Thierbach entspricht. An der Idee und Herstellung des überreichten Kreuzes waren beteiligt (in alphabetischer Reihenfolge): Birgit Kaminski, Wolfgang Lutterbach, Rudi Nellessen und  Jürgen Plum.

Das Kreuz der Ortsvereine
Das Kreuz der Ortsvereine
Der Auszug
Der Auszug

Nach dem Segen und Auszug (GL 380 „Großer Gott, wir Loben dich“, Verse 1,2 und 9) stürmen Helfer und besonders Hungrige Richtung Pfarrheim. Die Musiker des örtlichen Musikvereins „Rheinklänge Gey“ formieren sich, denn jetzt beginnt der Gratulations-Marathon, der von den Rheinklängen musikalisch begleitet wird.

Es ist angerichtet
Es ist angerichtet
Der Musikverein "Rheinklänge Gey" nimmt Aufstellung
Der Musikverein „Rheinklänge Gey“ nimmt Aufstellung
Der Gratulations-Marathon
Der Jubilar, Pfarrer Georg Neuenhofer, schreitet zum Gratulations-Marathon
Der Jubilar, Pfarrer Georg Neuenhofer, schreitet zum Gratulations-Marathon
Entgegennahme der Glückwünsche
Entgegennahme der Glückwünsche
Der Drachen
Der Drachen

Lange, lange dauert es, bis die große Schar der Gratulanten unserem Pfarrer ihren Dank und ihre guten Wünsche übermittelt hat. Viele wertvolle Couverts werden übergeben. Einige Damen haben einen Drachen gebastelt, dessen Schwanz mit Geldscheinen verziert ist. Denn unser Pfarrer möchte keine Geschenke für sich, sondern er möchte, dass die bolivianischen Straßenkinder in La Paz, die von seinem Bruder Josef betreut werden, unterstützt werden.

Pfarrer Georg Neuenhofer mit Maria und Thomas Moser vom Madlstatthof in Thierbach/Tirol
Pfarrer Georg Neuenhofer mit Maria und Thomas Moser vom Madlstatthof in Thierbach/Tirol

Später erfahren wir die Rekordsumme, die an diesem Tag zusammenkommt: annähernd 13.000,– Euro! Gerührt verkündet es unser Pfarrer Georg Neuenhofer am nächsten Sonntag.

Vor dem Pfarrheim
Vor dem Pfarrheim
Gutes Wetter und fröhliche Gesichter
Gutes Wetter und fröhliche Gesichter
Im Pfarrheim
Im Pfarrheim
An der Theke im Pfarrheim
An der Theke im Pfarrheim
Frau Ruf und der Bruder des Jubilars, Pfarrer Josef Neuenhofer ("Padre José")
Frau Ruf und der Bruder des Jubilars, Pfarrer Josef Neuenhofer („Padre José“)
Gruppenbild mit Kreuz
Gruppenbild mit Kreuz

Auch Petrus leistet seinen Beitrag zum heutigen Fest. Viele fröhliche Gäste können bis zum späten Abend bei herrlich warmem und sonnigem Herbstwetter feiern. Und sie tun es ausgiebig.

Die treinkfesten St. Donatus-Schützen
Die trinkfesten St. Donatus-Schützen aus Straß
Die treinkfesten St. Donatus-Schützen aus Straß
Die trinkfesten St. Donatus-Schützen aus Straß
Fröhliche Stimmung im Pfarrheim
Fröhliche Stimmung im Pfarrheim
Fröhliche Stimmung im Pfarrheim
Fröhliche Stimmung im Pfarrheim
Fröhliche Stimmung im Pfarrheim
Fröhliche Stimmung im Pfarrheim
Fröhliche Stimmung im Pfarrheim
Fröhliche Stimmung im Pfarrheim
Fröhliche Stimmung im Pfarrheim
Fröhliche Stimmung im Pfarrheim
Abschied
Abschied
Abschied
Abschied
Abschied
Abschied

Einen Wermutstropfen gibt es trotz der großen Freude über das Jubiläum: Der Zeitpunkt, an dem unser geliebter Pfarrer in den Ruhestand geht, naht nun mit Riesenschritten…

Das waren natürlich längst nicht alle Bilder, die du hier gesehen hast. Weitere Bilder vom Jubiläum findest du hier: Bildergalerie vom Goldenen Priesterjubiläum

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