Raps vor der aufgehenden Sonne

Das Gelbe vom Ei: In der Eifel der Mai

Das Gelbe vom Ei ist natürlich das „e“, wie du als eifriger eifelpanorama-Besucher weißt. Die Farben im Wort „eifelpanorama“ (siehe Kopf/Header) habe ich nicht zufällig gewählt. Die Eifel ist bunt. Die wichtigsten Farben sind jedoch das Gelb und das Grün – der erste und der letzte Buchstabe.

Raps im Sonnenaufgang
Raps im Sonnenaufgang

Eigentlich müsste es im Mai grünen. Tut es auch. Aber es grünt nicht nur, es gilbt auch. Denn neben dem vielen Grün sieht man in der Eifel viel, viel Gelb im Wonnemonat Mai. Eingeläutet wird das Eifel-Gelb bereits im April, wenn die wilden Narzissen bis in den Mai hinein blühen.

Gelb und Grün sind auch die Gesichter einiger Mai-Jungen nach durchzechter Mai-Nacht (Valpurgis-Nacht). Ein Foto hiervon möchte ich dir ersparen. Du willst es auch nicht wirklich sehen…

Raps vor der aufgehenden Sonne
Raps vor der aufgehenden Sonne

Meine „Tour de jaune“ beginne ich heute bei Sonnenaufgang an einem Rapsfeld. Das Objektiv gen Osten gerichtet, warte ich auf die Aufgehende Sonne. Den Fokus stelle ich auf eine einzelne Rapspflanze ein. Eine möglichst lange Brennweite sorgt für einen großen Sonnen-Feuerball.

Raps bei Sonnenaufgang
Raps bei Sonnenaufgang
Rapsfeld im Sonnenaufgang
Rapsfeld im Sonnenaufgang

 

 

 

 

 

Rapsfeld bei Sonnenaufgang
Rapsfeld bei Sonnenaufgang

 

Raps vor der aufgehenden Sonne
Raps vor der aufgehenden Sonne
Rapsfeld am Morgen
Rapsfeld am Morgen

 

 

 

 

 

 

 

 

Raps im Morgenlicht
Raps im Morgenlicht
Rapsfeld bei Gey
Rapsfeld bei Gey
Einsame Rapspflanze bei Gey
Einsame Rapspflanze bei Gey

 

 

 

 

 

Ginsterblüte im Hürtgenwald bei Gey
Ginsterblüte im Hürtgenwald bei Gey

Danach mache ich mich auf den Heimweg, um die überflüssige Ausrüstung loszuwerden und das Equipment für meinen anschließenden Trip zum „Eifel-Gold“ zusammenzupacken. Als „Eifel-Gold“ wird bei uns der blühende Ginster bezeichnet.

Hirsche im Diergardt'schen Forst bei Gey
Hirsche im Diergardt’schen Forst bei Gey

Der Eifel-Gold-Trip führt mich vorbei am Diergardt’schen Forsthaus. Auf einer Lichtung/Wildwiese zu meiner Rechten sehe ich weiter oben eine Bewegung. Ich pirsche mich vorsichtig die Wildwiese hinauf, die Kamera im Anschlag. Oben sehe ich eine Gruppe Hirsche. Geweihe haben sie noch nicht, nur Stumpen. Erst zur Brunftzeit im September/Oktober ist das Geweih voll ausgebildet.

Hirsche im Forst Diergardt bei Gey
Hirsche im Forst Diergardt bei Gey

Die Hirsche bemerken mich nicht. Etwa 25 Minuten lang schieße ich, praktisch ohne jegliche Deckung, ein Foto nach dem anderen, bis meine Arme die Kamera mit dem schweren Objektiv kaum noch halten können. Um die Hirsche nicht in Panik zu versetzen, mache ich mich sehr vorsichtig bemerkbar. Irgendwann verlassen sie die Wildwiese.

Ginster - ein Leckerbissen für den Hirsch
Ginster – ein Leckerbissen für den Hirsch

Ich kann mich endlich wieder frei bewegen und betrete den Wanderweg links der Wildwiese. Nach ein paar Metern begegne ich dem nächsten Hirsch. Ob dieser aus der eben fotografierten Gruppe stammt, weiß ich nicht. Jedenfalls lässt er sich das „Eifelgold“ gut schmecken, ehe er nach einer größeren Runde erneut meinen Weg kreuzt.

Hirsch im Ginster
Hirsch im Ginster
Der Hirsch kreuzt meinen Weg
Der Hirsch kreuzt meinen Weg

 

 

 

 

In herrliches Gelb taucht der Ginster die Landschaft, sowohl hier im Wald, als auch auf den freien Hochflächen der Eifel. Ich gehe nun hoch bis zum Geyer Kreuz und von dort über die vom Ginster gesäumten Hohlwege Richtung Gey.

Ardbinnaweg bei Gey während der Ginsterblüte
Ardbinnaweg bei Gey während der Ginsterblüte

 

Ginsterblüte bei Gey
Ginsterblüte bei Gey

 

Ginsterblüte am Geyer Kreuz
Ginsterblüte am Geyer Kreuz

 

 

 

 

 

 

 

Geyer Kreuz
Geyer Kreuz

 

Ginsterblüte
Ginsterblüte
Ginsterblüte mit Tautröpfchen
Ginsterblüte mit Tautröpfchen

 

 

 

 

 

Ginsterbusch mit Fernmeldeturm Großhau
Ginsterbusch mit Fernmeldeturm Großhau

 

 

Löwenzahnwiese bei Broich
Löwenzahnwiese bei Broich

Zu Hause setze ich mich in das Auto und fahre über Kall und Golbach Richtung Krekeler Heide, weil ich nachsehen will, wie weit die Orchideen-Blüte ist. Hinter Broich, an der Einmündung der L105 in die B258 habe ich die Gelegenheit, den Wagen an einem Löwenzahnfeld abzustellen. Löwenzahnfelder gibt es viele in der Eifel. Ich mache ein paar Aufnahmen. Gerade, als ich am Auto das Objektiv wechsle, hält hinter mir ein Fahrzeug. Eine Dame steigt grußlos aus und streift durch das Löwenzahnfeld, um sich einen gehörigen Beutel voll Löwenzahn „auszuleihen“. Als sie wieder in ihrem Auto sitzt, steckt sie sich erst mal eine Zigarette in das Gesicht. Vielleicht raucht sie ja getrocknete Löwenzahn-Blätter. Ich jedenfalls kann jetzt ohne Dame im Bild noch einige Fotos schießen.

Löwenzahnwiese bei Broich
Löwenzahnwiese bei Broich
Löwenzahn bei Broich
Löwenzahn bei Broich
Löwenzahn bei Broich
Löwenzahn bei Broich
Hahnenfußwiese bei Scheuren
Hahnenfußwiese bei Scheuren

 

 

 

 

In der Krekeler Heide ist noch nicht viel zu sehen. Einzelne Exemplare des Knabenkrautes sind bereits aufgeblüht. Hier muss ich in 14 Tagen noch einmal den Fortschritt der Orchideenblüte prüfen. Von der Krekeler Heide aus fahre ich nun über Schleiden Richtung Dreiborner Höhe. In Scheuren fotografiere ich eine Wiese, auf der sich der Hahnenfuß ausgebreitet hat. Einige Stare durchsuchen die Wiese emsig nach Futter für ihren Nachwuchs.

Futtersuche für den Nachwuchs
Futtersuche für den Nachwuchs
Futter für die Nachwuchs-Stare
Futter für die Nachwuchs-Stare

 

 

 

 

 

Rapsfeld mit Windrädern bei Scheuren
Rapsfeld mit Windrädern bei Scheuren

Hinter Scheuren nehme ich wieder den Raps aufs Korn. Diesmal nicht vor der Sonne, sondern vor einigen Windrädern. Über Gemünd geht es weiter Richtung Hergarten. In Düttling biege ich Richtung Berg ab, denn ich möchte am Bürvenicher Berg ebenfalls den Fortschritt der Orchideen-Blüte kontrollieren.

Rapsfelder zwischen Berg und Bergbuir
Rapsfelder zwischen Berg und Bergbuir

Auf dem Weg dorthin fahre ich an vielen weiteren Rapsfeldern vorbei. Einige lichte ich ab.

 

 

 

Fruchtstand der Kuhschelle am Bürvenicher Berg
Fruchtstand der Kuhschelle am Bürvenicher Berg

Am Bürvenicher Berg sind inzwischen die Kuhschellen verblüht. Ihrem Fruchtstand sieht man die ehemalige Blütenpracht nicht mehr an.

 

 

Hornklee an der Kalksteinbruchwand des Bürvenicher Bergs
Hornklee an der Kalksteinbruchwand des Bürvenicher Bergs

Oben am Kalksteinbruch schaue ich mich kurz um, ob ich vielleicht eine Schlingnatter entdecke, die es hier geben soll. Gesehen habe ich an dieser Stelle leider noch keine.

Kalksteinbruch am Bürvenicher Berg
Kalksteinbruch am Bürvenicher Berg

 

Großes Zweiblatt am Bürvenicher Berg
Großes Zweiblatt am Bürvenicher Berg

Ich gehe ein Stück auf dem Pfad weiter. Ein Zweiblatt (Orchidee) fällt mir ins Auge, das ich natürlich sofort ablichte. Erst jetzt entdecke ich um mich herum massenhaft Fliegenragwurz und ich muss höllisch aufpassen, dass ich keine der winzigen Orchideen, die direkt am Wegesrand wachsen, zertrete.

 

 

 

Fliegenragwurz am Bürvenicher Berg
Fliegenragwurz am Bürvenicher Berg
Ameise auf Fliegenragwurz am Bürvenicher Berg
Ameise auf Fliegenragwurz am Bürvenicher Berg

 

 

 

 

 

 

 

 

Später begegne ich dann noch einem Exemplar „Hängender Mensch“, die es, wie viele andere Orchideen-Arten, hier in ein bis zwei Wochen massenhaft geben wird.

Hier noch zwei Fotos der gelben Schlüsselblumen, die es in der Eifel ebenfalls massenhaft gibt:

Wiesen-Schlüsselblume
Wiesen-Schlüsselblume
Perlbinde auf Schlüsselblume
Perlbinde auf Schlüsselblume

 

 

 

 

Bevor ich mich auf den Heimweg zu unserem gelb getünchten Haus mache, Schließe ich meine „Tour de jaune“ mit dem Sonnenuntergang über den Rapsfeldern zwischen Kleinhau und Großhau ab.

Raps bei Sonnenuntergang
Raps bei Sonnenuntergang
Raps mit untergehender Sonne
Raps mit untergehender Sonne

 

 

 

 

Raps vor Sonne
Raps vor Sonne
Raps vor untergehender Sonne
Raps vor untergehender Sonne

 

 

 

 

 

 

 

 

Raps vor untergehendem Sonnenball
Raps vor untergehendem Sonnenball

 

Rapsfeld bei Sonnenuntergang
Rapsfeld bei Sonnenuntergang

 

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